Brühl

Konzert Stimmungsvoller Auftritt des Ensembles unter der Leitung von Wanja Hlibka / Vorverkauf für die Karten hat begonnen

Don Kosaken treten in der Schutzengelkirche auf

Archivartikel

Brühl.Sie gehören im Kulturprogramm der Hufeisengemeinde inzwischen zur Weihnachtszeit wie der Christbaum im Wohnzimmer. Und so kommt der Don-Kosaken-Chor Serge Jaroff unter der Leitung von Wanja Hlibka am Sonntag, 29. Dezember, um 17 Uhr bereits zum neunten Mal zu einem Konzert in die Schutzengelkirche. Zwar ist es noch etwas hin bis Weihnachten, doch der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen.

Bei diesem Don-Kosaken-Chor handelt es sich um ein hochkarätiges Spitzenensemble akademisch studierter Sänger. Der künstlerische Leiter des Chores hat viele Jahre selbst als jüngster Solist im weltberühmten Chor von Serge Jaroff gesungen und hat die Original-Arrangements als Ausgangsbasis seiner künstlerischen Arbeit nutzen dürfen.

Die übrigen Sänger kommen von großen osteuropäischen Opernhäusern. Die stimmgewaltigen Solisten werden von der Fachpresse immer wieder als „russisches Stimmwunder“ bezeichnet. Sie begeistern ihr Publikum mit ihren einmalig kraftvollen, herrlich timbrierten Stimmen und vermitteln den ganzen Zauber und auch die eigene Melancholie der russischen Musik.

Facettenreiches Programm

Ihr Repertoire reicht von den festlichen Gesängen der russisch-orthodoxen Kirche über die immer wieder begehrten Volksweisen bis hin zu großen, klassischen Komponisten.

Aber natürlich steht zwischen den Jahren ein stimmungsvolles Weihnachtsprogramm im Mittelpunkt des Konzertes in der Schutzengelkirche.

Den Don-Kosaken-Chor gründete der ausgebildete Sänger Serge Jaroff im Januar 1921 in einem Kriegsgefangenenlager zusammen mit dort lebenden Don Kosaken. Aus der Unterhaltung der Mitgefangenen entwickelten sich schnell Erfolge und bald kamen Auftritte des Männerchors vor allem in Europa und den USA hinzu.

Der Chor, der ausschließlich A-capella singt, pflegte ein Repertoire, das schwerpunktmäßig aus russischer Kirchenmusik, Volksmusik und Folklore bestand. Der Chor gab 1979 in Paris zum 83. Geburtstag von Serge Jaroff sein letztes Konzert in Europa, er bestand aber offiziell noch bis 1981 unter Jaroffs Leitung weiter. Serge Jaroff verstarb 1985 in Amerika.

Gab es schon zu Zeiten des Bestehens des Don-Kosaken-Chores mehrere Konkurrenz-Ensembles unter dieser Bezeichnung, so bildeten sich nach der Auflösung des Jaroff-Chores nochmals mehrere Nachfolgeensembles. Doch offizieller Träger des geschützten Namens „Don-Kosaken-Chor Serge Jaroff“ ist seit 2001 die Gesangsgruppe unter der Leitung von Wanja Hlibka. zg/ras

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional