Brühl

Eine tierische Überraschung

Schon seit einigen Jahren tummeln sich in einem Gehege in unserem Garten zwei Schildkröten. Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem die kleinen Reptilien, damals gerade einmal so groß wie eine Zwei-Euro-Münze, bei uns eingezogen sind. Zuerst ins Terrarium und später in den Garten. Ein paar Jahre später bekamen die beiden Gesellschaft – ein Verwandter brachte seine fünf Schildkröten für einige Monate zur Pflege vorbei. Zu siebt lebten sie nun also gemütlich ihr Schildkrötenleben. In der kalten Jahreszeit hielten sie Winterschlaf und im Frühjahr vergruben die Weibchen Eier in der Erde. „Die schlüpfen sowieso nicht, dafür ist es bei uns viel zu kalt“, sagten wir uns, schließlich brauchen die Tierchen eine Temperatur von 28 bis 34 Grad Celsius zum Schlüpfen. Ich hatte schon vergessen, dass die Weibchen überhaupt Eier gelegt hatten, als meine Mutter mich an einem sonnigen Tag in den Garten rief. In ihrer Hand hielt sie ein kleines, mit Erde bedecktes Schildkrötenbaby, das mich aus winzigen, schwarzen Augen anblinzelte. Wir konnten es kaum glauben: In unserem Garten waren doch tatsächlich Schildkröten geschlüpft. Vorsichtig suchten wir den Rasen ab und fanden noch drei weitere Babys, die wir in einer kleinen Schüssel badeten. Zu viert leben sie nun im Terrarium, stürzen sich mit Freude auf knackige Salatblätter und schlafen unter der Wärmelampe. Im Frühjahr dürfen die Kleinen dann in ein neues Zuhause ziehen.

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