Brühl

SPD-Sommertour Landtagsabgeordneter Daniel Born besucht Heimatmuseum / Viel Lob gespendet

„Eine wahre Schatzkammer“

Brühl.Hinter dem Haus mit dem markanten „Rheingold“-Schriftzug steckt die geschichtliche Sammlung des Heimatvereins. Ganz nach dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“ besuchte der SPD-Landtagsabgeordnete Daniel Born in seiner bunten Sommerabendreihe zusammen mit 30 Teilnehmern – darunter Bürgermeister Ralf Göck – diese Sammlung als letztes der drei Museen in diesem Jahr.

Im Mittelpunkt stand die anschauliche Ausstellung über den Luftschiffbau in Brühl. Unter Führung von Dr. Volker Kronemayer und Winfried Höhn vom Heimat- und Brauchtumsverein konnten alle Fragen rund um die spannende Geschichte der Gemeinde gestellt werden.

In zwei Gruppen wurde durch die verschiedenen Räumlichkeiten geführt. Kronemayer und Höhn beeindruckten nicht nur mit umfangreichem Wissen über die ausgestellten Exponate, sondern auch mit der erfrischend humorvollen Art darüber zu berichten und die Besucher auf eine Reise in die Vergangenheit mitzunehmen. Die Teilnehmer verfolgten die Präsentation aufmerksam und stellten interessiert immer wieder Zwischenfragen.

Besondere Aufmerksamkeit widmete man der Industriegeschichte Brühls rund um den Luftschiffbau der Firma Schütte-Lanz. In den Jahren 1910 und 1911 wurde das erste Luftschiff mit einer Länge von 131 und einem Durchmesser von 18 Metern entworfen und gebaut. Dabei wurde das gesamte tragende Gerüst aus Sperrholz ausgeführt. Bis zum Kriegsende wurden insgesamt über 20 Luftschiffe in Brühl hergestellt. In der Betrachtung ging man auch auf die Biografien einzelner Ingenieure und Techniker ein. Erstaunt stellten einige Besucher fest, dass enge Verbindungen aus dem eigenen Bekanntenkreis zum Heimatmuseum bestehen. „Es ist erstaunlich, wie klein die Welt doch ist. Ich hätte nicht gedacht, dass das Unternehmen Lanz aus Mannheim irgendwie mit dem Luftschiffbau Lanz-Schütte in Verbindung steht“, so eine Teilnehmerin. Auch Ausstellungsstücke von Nachbarn wurden entdeckt und schafften eine ganz besondere Nähe zwischen Ausstellung und Besuchern.

Ein Stück Kinogeschichte bewahrt

Mit einem Kinosessel und einem hölzernen Filmrollenregal wurde eine Klammer mit dem „Rheingold“-Schriftzug geschaffen, der immer dann leuchtet, wenn das Museum geöffnet ist.

„Auch der letzte Abend der bunten Sommerabendreihe war ein großer Erfolg. Die örtlichen Museen sind Schatzkammern um die Ecke und es gibt so viele Geschichten zu entdecken“, fasste Daniel Born die Tour zusammen. Dabei betonte er besonders den Detailreichtum und die liebevolle Präsentation, die die Heimatmuseen auszeichneten. „Jedes dieser Museen liefert einen ganz besonderen Einblick in die Vielfalt der Heimat und genau das unterscheidet die Museen auch wieder von den größeren. Diese Verbundenheit zum Betrachter können nur diese sehr persönlichen Ausstellungsstücke schaffen“, so Born. Bürgermeister Göck fand ebenfalls positive Worte für die gelungene Veranstaltung: „Ich finde es schön und wichtig, dass Daniel Born die Museen, die Identität in den Städten und Gemeinden stiften und damit zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen, in den Blickpunkt rückt“.

Zu guter Letzt durfte im Heimatmuseum auch der Gästebucheintrag, den alle Teilnehmer unterschrieben, nicht fehlen. zg

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional