Brühl

Kommunalwahl Junge Liste tritt nicht wieder an

Einzelkämpferwinkt ab

Archivartikel

Brühl.„So wie es bislang aussieht, wird die Junge Liste bei der Kommunalwahl wohl nicht auf dem Stimmzettel zu finden sein“, sagt der amtierende Gemeinderat der JL, Karl-Heinz Schönberg, auf Anfrage unserer Zeitung. „Aus beruflichen Gründen kann ich nicht mehr für eine Kandidatur zur Verfügung stehen und es zeichnet sich nicht ab, dass es andere gibt, die dieses kommunalpolitische Engagement übernehmen“, blickt er in die Zukunft.

Karl-Heinz Schönberg war für die Junge Liste – nach dem Rückzieher der Zweitplatzierten Carolin Riese – als Nachrücker von Maurizio Teske Ende 2017 auf den Platz des JL-Einzelkämpfers im Gemeinderat gekommen. Bei der Kommunalwahl hatte Schönberg als Drittplatzierter seiner Partei 441 Stimmen geholt. Damals holte die Partei, die sich als Sprachrohr der jüngeren Generation sieht, mit seinen 22 Bewerbern immerhin noch 5,42 Prozent der abgegebenen Stimmen – ein Ergebnis, das dreimal mehr Stimmen auf sich vereinte, als die FDP damals mit ihrer Liste erzielt hat.

„Es war für mich eine sehr intensive Zeit als Gemeinderat, die mir auch persönlich viel gebracht hat“, erklärt Schönberg im Gespräch mit unserer Zeitung, „doch angesichts meines Schichtdienstes ist diese kommunalpolitische Verpflichtung nicht zu erfüllen – so leid es mir tut“.

Schönberg erklärt zwar, dass er noch die Hoffnung habe, dass sich vielleicht doch noch jemand finden könnte, der die JL-Liste wiederbelebt, doch angesichts der knappen Zeit bis zum Ende der Bewerbungsfrist für die Kommunalwahl sieht selbst er da letztlich kaum eine Perspektive für die Junge Liste, wie er im Gespräch einräumt.

Damit stehen bislang die CDU, SPD, Freien Wähler, Grüne Liste und wohl auch die AfD mit ihren Listen auf dem Wahlzettel im Mai. Die Partei Die Linke eruiert derzeit noch, ob sie mit einer eigenen Liste für den Gemeinderat antreten wird. ras

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional