Brühl

Vor 25 Jahren Renate Schmidt erinnert sich an Hagelschäden

„Emily“ hinterlässt Spuren bei Pflanzen und dem Fiesta

Archivartikel

Brühl.Es gibt Momente, Situationen und Daten im Leben, die man nicht vergisst. Das müssen nicht immer Geburtstage, Hochzeiten, Heiratsanträge oder geschichtliche Ereignisse sein, sondern auch Wetterphänomene. In unserer Mittwochsausgabe haben wir auf der Ketscher Seite an das Orkantief „Emily“ erinnert. Am 22. Juli 1995 brachte es Regengüsse und heftigen Hagel über die Region. Vor allem das Ortszentrum in Ketsch wurde heftig getroffen.

Auf unseren Aufruf hin meldeten sich am Mittwoch einige Leser, die Erinnerungen an dieses Unwetter hatten und sogar Bilder, die wir nach und nach bringen werden – vielen Dank hierfür! Eine der Leserinnen ist Renate Schmidt. Leider habe sie nicht mehr so viele Erinnerungen an dieses Ereignis vor 25 Jahren, schrieb sie als eine der Ersten am Mittwoch dieser Redaktion. „Ich konnte mich nur noch daran erinnern, dass wir das fotografiert hatten.“ Sie sendete ein Foto mit, auf dem Tomatenstauden zu sehen sind. Die Blätter sind löchrig, die grünen unreifen und auch einige rote reife Früchte liegen daneben, manche sind zermatscht. In und um die Töpfe herum ist es weiß: Die Hagelkörner wirken wie eine Schneedecke. Die Pflanzen standen auf dem Balkon der Schmidts in Brühl-Rohrhof und wurden ordentlich verhagelt.

Das allerdings, schildert Renate Schmidt, sei das kleinere Malheur gewesen: „Mein damaliges Auto – ein Fiesta – war wegen des Hagelschadens ein wirtschaftlicher Totalschaden.“ Für das Auto gab es keine Rettung mehr. Was genau mit dem Tomaten passiert ist, weiß Renate Schmidt auch nicht mehr so genau, „bestimmt haben wir den Rest verzehrt“, überlegt sie auf die entsprechende Frage. Und wenn nicht in Stücken, dann möglicherweise als Tomatensoße.

Schreiben auch Sie uns!

Haben auch Sie Erinnerungen an das Orkantief „Emily“ und möglicherweise von Schäden in Wort und Bild zu berichten? Wir suchen weitere Zeitzeugen, die das schlimme Unwetter 1995 live miterlebt haben. Wir freuen uns über Zuschriften mit dem Betreff Hagel an sz-redaktion@ schwetzinger-zeitung.de, Postzusendungen oder auch Anrufe unter der Telefonummer 06202/205-300 (montags bis freitags, 9 bis 16.30 Uhr). kaba

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional