Brühl

Geschäftsleben Junge Musikbegeisterte lernen bei der Klangfabrik Vielfalt an Instrumenten kennen

Erste Töne erklingen schnell

Archivartikel

BRÜHL.Ein buntes Programm wartete auf alle Musikbegeisterten, die gerne selbst musizieren oder sich von einer kreativen Atmosphäre anstecken lassen. Denn beim Tag der Musik, der schon zum wiederholten Male in der Festhalle stattfand, konnte man auf Einladung der Musikschule Klangfabrik nach Herzenslust Instrumente ausprobieren.

Neugierig blickten Kinder und Jugendliche auf Klarinetten, Trompeten, Violinen, ein Schlagzeug und andere Instrumente, neben denen die Mitarbeiter der Musikschule Klangfabrik – gut erkennbar durch ihre grünen T-Shirts – bereitstanden, um mit einem Lächeln auf den Lippen die Benutzung zu erklären.

Schüler treten mehrfach auf

„Toll machst du das, du spielst ja schon von selbst neue Noten“, ermutigte so auch Alina Eryilmaz die Besucherin Marlene Meinecke (9), die beherzt in eine Klarinette blies, während die anderen Kinder voller Neugier jeden Ton und jede Bewegung verfolgten. Doch dies war bei Weitem nicht die einzige Attraktion beim Tag der Musik. Neben den Auftritten des erst vor Kurzem von einem der beiden Musikschulleiter, Tobias Nessel, gegründeten Schülerschlagzeugensembles „Drum Attack“ mit rund 20 Trommlern und des von seinem Kollegen Mathias Buchta ins Leben gerufene „Guitar Orchester“, dessen definitiver Name noch nicht feststeht, mit rund 31 Gitarristen gab es auch viele weitere Schülerauftritte mit Instrument oder Gesang, die die Zuschauer im bestuhlten Saal aufmerksam verfolgten.

Viele Besucher nahmen auch am Trommel-Workshop für alle Generationen, an einer Schnupperstunde für musikalische Früherziehung oder Vocal Coaching teil, bevor zusammen vor der Bühne zur Musik der Band „Black Soxx“ in einem „Abtanzworkshop“ fleißig getanzt wurde.

Besucherin Nadine Lutz aus Brühl war begeistert: „Eine tolle Veranstaltung. Meine neunjährige Tochter Nina geht seit vergangenem September dort zum Klavierunterricht. Sie mag es sehr. Das ist ein junges, frisches Team mit einem tollen pädagogischen Konzept.“ Und sie ergänzte: „Unser Sohn ist jetzt elf und wird dort bald zum Schlagzeugunterricht gehen. Da freut er sich schon jetzt drauf.“

Kooperation mit der Gemeinde

Schulleiter Tobias Nessel betonte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass der erste Tag der Musik noch in der Klangfabrik selber stattgefunden habe. Aber die Veranstaltung sei aus allen Nähten geplatzt. „Da haben wir Jochen Ungerer vom Kulturamt hier in Brühl gefragt. Die Zusammenarbeit läuft sehr gut.“ Die Klangfabrik der beiden Brühler Musikpädagogen ist inzwischen Kooperationspartner der Gemeinde und sorgt auch bei verschiedenen Veranstaltungen für Musik. „Das passt alles hervorragend. Wir sitzen ja ganz in der Nähe – in Rheinau, nur einen Steinwurf von Brühl entfernt.“

Mathias Buchta, Geschäftspartner und ebenfalls Musikschulleiter, betonte: „Das mit den Schülerorchester würden wir als Extra gerne öfter anbieten, aber es ist auch eine finanzielle Frage. Jetzt stand erst mal eine Erweiterung von über 200 Quadratmetern Fläche an, was nötig wurde, weil die Nachfrage für unser Unterrichtsangebot so groß ist.“ Nessel lag noch eines besonders auf dem Herzen: „Viele sehen uns als Schule für Popmusik. Wir sind aber auch klassisch ausgebildete Musiker. Ich dirigiere und Mathias leitet einen Chor. Da sehen wir uns als Grenzgänger und bieten natürlich beides an.“ mon

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