Brühl

Seelsorgeeinheit Weihbischof Dr. Peter Birkhofer beauftragt neuen Pastoralreferenten für die Doppelgemeinde / Erlebnis- und Umweltpädagogik im Blick

Fabian Frank will Kirche trotz aller Schwierigkeiten lebendig halten

Archivartikel

Brühl/Ketsch.Weihbischof Dr. Peter Birkhofer beauftragte im Freiburger Münster zwölf Frauen und sechs Männer als Pastoralreferenten. Einer von ihnen ist Fabian Frank aus Östringen-Tiefenbach, der das Team in der Seelsorgeeinheit Brühl/Ketsch im Dekanat Wiesloch unterstützt.

Frank arbeitete zunächst, bevor er das Studium der katholischen Theologie und die Ausbildung zum Pastoralreferenten am Institut für Pastorale Bildung in Freiburg aufnahm, von 2005 bis 2008 als Justizfachangestellter. Seine erste Ausbildungsstelle als Pastoralassistent führte Frank dann in die Seelsorgeeinheit von Bad Säckingen-Murg im Dekanat Waldshut.

Viele Gründe seien es gewesen, die ihn dazu bewogen haben, den Beruf des Pastoralreferenten zu ergreifen, meint der 31-Jährige. Er sagt: „Dieser Beruf ist für mich das Idealbild einer spannenden und abwechslungsreichen Tätigkeit in der Kirchengemeinde. Bereits in der Vergangenheit habe ich das bei dem Pastoralreferenten in meiner Heimatgemeinde wahrgenommen. Dies ließ in mir den Wunsch wachsen, den christlichen Glauben und die christliche Lebensethik an andere weiterzugeben.“ Die Schließung von Kirchengebäuden, die Abwicklung von Kirchengemeinden, die Verabschiedung von traditionellen kirchlichen Gruppen, das Finden und Initiieren neuer kirchlicher Lebensformen, neuer liturgischer Formen und neuer Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Einrichtungen sind zukünftige Herausforderungen für die ganze Kirche, sagt Frank.

Diese möchte er durch seine Mitarbeit in der Pastoral bewerkstelligen und sich ihnen gemeinsam mit den Gläubigen stellen. Wichtig ist ihm hierbei: „Wir müssen die Kirche trotz aller Neuerungen und Schwierigkeiten präsent und lebendig halten und die Kirche und das Christentum für die Menschen unserer Gesellschaft lebensrelevant halten und lebensrelevant werden lassen.“

Schwerpunkte möchte der angehende Pastoralreferent in der Seelsorge von Randgruppen und in der sozialraum- und milieusensiblen Pastoral setzen, zudem neue kirchliche Ausdrucksformen finden und etablieren sowie das Wirgefühl in der Kirche stärken. „Dabei spielt die Erlebnis- und Umweltpädagogik für mich eine bedeutende Rolle, daher ist es mir ein Anliegen, eine schöpfungstheologisch-umweltethische Neuausrichtung von Kirche zu gestalten“, erläutert Frank.

Pastoralreferenten sind hauptamtlich Mitarbeitende, die in allen Bereichen der Seelsorge eingesetzt werden. Seit 1976 hat dieser Beruf in der Erzdiözese Freiburg einen Platz im Miteinander der verschiedenen pastoralen Dienste. zg/ras

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