Brühl

Fahrradwege AVR Energie setzt innovatives LED-Beleuchtungskonzept um / Neueste Technik kommt mit hochgedimmten Solarleuchten zum Einsatz

„Fahrendes Licht“ bewegt sich mit Nutzer

Archivartikel

Brühl.Klimaschädliche Emissionen zu verringern und erneuerbare Energien konsequent dort zum Einsatz zu bringen, wo immer sie machbar und sinnvoll sind, das ist der Anspruch der Gemeinde Brühl und der grünen AVR-Gruppe. Die am Donnerstagabend eingeweihte Fahrradwegbeleuchtung in Brühl ist so ein Projekt, „für das wir mit der AVR Energie den passenden Partner gefunden haben“, sagt Bürgermeister Dr. Ralf Göck.

„Mit unserem vielfältigen Know-how unterstützen wir Industrie, Gewerbe und Kommunen auf ihrem Weg, auf nachhaltige und ressourcenschonende Technologien umzusteigen. Wir planen und entwickeln die geeigneten Energiespar- und Energieerzeugungskonzepte und setzen sie im Full-Service-Paket um“, fasst Peter Mülbaier die Kernkompetenzen des Sinsheimer Energiedienstleisters zusammen. Ein weiteres, anspruchsvolles Pilotprojekt haben der AVR-Geschäftsführer und seine engagierte Unternehmensgruppe jetzt erfolgreich abgeschlossen: die LED-Fahrradwegbeleuchtung in Brühl.

Die Planung, Projektbegleitung und Umsetzung lag in den bewährten Händen der AVR Energie GmbH. Für die Aufstellung der insgesamt sechs Solarleuchten mit integriertem Lichtmast war die renommierte AVR-Partnerfirma Photinus GmbH zuständig. Mülbaier hebt dabei besonders hervor, „dass die hier verwendete LED-Technik die neueste Entwicklung auf dem Markt der Beleuchtungsmethoden und -konzepte ist. Ich hoffe, sie kommt so oft wie möglich zum Einsatz, denn dadurch wirken wir der zunehmenden Lichtverschmutzung und Energieverschwendung entgegen und leisten einen weiteren Beitrag zur Umsetzung unserer regionalen Klimaschutzziele“.

Im Jahr 2018 hatte Brühl als erste Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis einen Zuschuss für den Ausbau eines Teilstückes im Radwegenetz des Kreises erhalten. Eine entsprechende Beleuchtung dieser Wegstrecke auf Brühler Gemarkung war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht vorgesehen. Mit eben dieser hat sich jetzt die AVR Energie befasst und im Schulterschluss mit der Gemeinde ein Beleuchtungskonzept geplant und umgesetzt, das die zuständigen Gremien in Brühl und insbesondere Bürgermeister Dr. Ralf Göck beeindruckt. „Sechs Solarleuchten mit integriertem Lichtmast auf einer Wegstrecke von insgesamt 185 Metern sorgen für die optimale Ausleuchtung dieses Teilstückes und damit für die Sicherheit der Passanten. Mein Dank gilt den Verantwortlichen der AVR Energie GmbH, die mit der Planung, der Projektleitung und der technischen Umsetzungen einen rundum überzeugenden Job gemacht haben“, betont Dr. Göck.

Nachtabsenkung möglich

Auch dem erklärten Ziel des Kreises, kreiseigene Radwege für Alltagsfahrten wie den Weg zur Arbeit oder zur Schule oder auch für Einkäufe und Besorgungen verkehrssicher und gut befahrbar auszubauen und sinnvoll miteinander zu verbinden, sei man mit dem Projekt ein Stück nähergekommen. „Und dass hier eine klimafreundliche Technik zum Einsatz kommt, freut mich natürlich ganz besonders“, sagt Dr. Göck.

Auch im Team der AVR Energie GmbH ist man zufrieden, Prokurist Thomas Brümmer und seine beiden Vertriebsmitarbeiter Lothar Bauder (Leiter Technischer Vertrieb) und Jens Gredel (verantwortlich für die technische Umsetzung vor Ort) freuen sich über die positive Resonanz. „Mit dem Pilotprojekt ,Fahrendes Licht’ zeigen wir einen ökologisch und ökonomisch interessanten Weg auf, wie Städte und Gemeinden zukünftig mit dem Thema Wegbeleuchtung für Fuß- und Radwege umgehen können“, sagt Brümmer der neuen Technik eine vielversprechende Entwicklungsperspektive voraus. Beim „fahrenden Licht“ bewegt sich das Licht quasi mit dem Nutzer des Weges. Erreichen Fahrradfahrer oder Fußgänger die erste Leuchte, wird sowohl diese als auch die nächste Leuchte automatisch auf 100 Prozent Lichtintensität hochgedimmt. Eine hochgedimmte LED-Solarleuchte erreicht dabei die identischen Lux-Werte einer verkabelten LED-Straßenleuchte. „Wird der Weg nicht benutzt, ist eine Nachtabsenkung auf null Prozent möglich, das jeweilige Zeitmanagement ist auf die individuellen vor Ort-Bedürfnisse programmierbar“, erläutert Brümmer und betont, „dass sich durch das bedarfsorientierte Hochdimmen der übliche Energieverbrauch um bis zu 70 Prozent reduzieren lässt. Die überschüssige Energie steht dann für eine zwei- bis dreifach verstärkte Lichtintensität zur Verfügung und erhöht damit die Sicherheit der Passanten deutlich“.

„So geht Energiewende“

Auf die Gesamtkostenreduzierung durch die Verwendung des „fahrenden Lichtes“ verweist Lothar Bauder. „Die zwei- bis dreifach verstärkte Lichtintensität hat einen erweiterten Lichtpunktabstand zur Folge, sprich, man benötigt eine geringere Anzahl an Leuchten, so etwa in der Größenordnung von 35 Prozent, was zu einer signifikanten Reduzierung der Installationskosten führt.“

Dass der Projektverlauf vom Konzeptentwurf bis zur Inbetriebnahme reibungslos funktioniert hat, das ist im Wesentlichen auch der Verdienst von Jens Gredel. „An nur einem Tag war alles montiert und in Betrieb genommen, ohne Kabel, ohne jegliche Tiefbauarbeiten. Die autarke, solare LED-Beleuchtung vereint zahlreiche Vorteile in sich wie beispielsweise kostenlose Energie, die flexible Verfügbarkeit der Energie ohne Stromnetzanschluss, eine intelligente Lichtsteuerung in allen Bereichen sowie null CO2 Ausstoß. So geht Energiewende, made by AVR“, freut sich Gredel. zg/mab

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional