Brühl

Blütenzauber Entlang der Brühler Straße blühen die Mandelbäume / Die Römer brachten die Pflanze einst in die Kurpfalz

Frühling lässt sein rosa Band wieder flattern durch die Lüfte

Archivartikel

Brühl.„Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen“, singt Eliza Doolittle im Musical „My fair lady“. In der Hufeisengemeinde blüht es sogar schon bevor es grünt. Die Mandelbäume rechts und links der Brühler Straße zeigen sich derzeit in ihrem schönsten rosafarbenen Kleid. Dort kann man bereits jetzt sein duftiges Wunder erleben.

Mandeln wurden einst Pharaonen als Brotbeimischung dargeboten. In der Antike hatten sie in der Gastronomie, Medizin und im kosmetischen Bereich eine große Bedeutung. Die Griechen haben sogar eine passende Sage zum Mandelbaum. Dort heißt es, dass die Göttin Kybele es war, die den Mandelbaum aus nur einem einzigen Blutstropfen wachsen ließ. Die Römer lernten die wunderbaren Kerne von den Griechen kennen, die im heutigen Süditalien angesiedelt waren. Im ersten Jahrhundert wussten die Römer bereits, dass es süße und bittere Mandeln gibt. Beide Sorten wurden im Römischen Reich als Arznei und zur Herstellung von Hautpflegemittel eingesetzt.

Die Römer brachten sie neben Weinreben und anderen Obstsorten nach Mitteleuropa, an den Rhein und in die klimatisch begünstigte Region der heutigen Kurpfalz. Und so begeistern die heutigen Bäume die Menschen dort, wo einst eine Römerstraße durch Brühl führte. Damit schließt sich zartduftend ein Kreis entlang der Straße. ras

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