Brühl

Arbeitskampf Mitarbeiter des Real-Marktes streiken

Gegen die Gehaltspolitik

Brühl.Die Beschäftigten des Real-Marktes streiken heute mit Arbeitsbeginn wie auch schon am gestrigen Freitag weiter. „Ziel ist, die Tarifverträge für die Real-Beschaftigten wieder zur Geltung zu bringen“, erklärt verdi-Sprecherin Marianne Kugler-Wendt in einer Pressemitteilung. Weiter betont die Gewerkschaftsvertreterin dazu, dass „die Real-Oberen den Ausstieg aus den Verdi-Tarifverträgen beschlossen haben“.

Das Einzelhandelsunternehmen sei eine 100-prozentige Tochter des Metro-Konzerns. In den 282 Filialen seien bundesweit 34 000 Menschen beschäftigt, die sich mehrheitlich gegen diese Neuregelung aussprechen. Mitte der Woche hätten im Brühler Markt Betriebsver-sammlungen stattgefunden. Große Empörung habe über „die Flucht des Arbeitgebers aus den Tarifvertra-gen“ ausgelöst. Stattdessen soll, so Kugler-Wendt, „ein Billig-Tarifvertrag mit der Berufsgewerkschaft DHV zur Anwendung kommen“.

Minus von 20 bis 40 Prozent

So sollen die Gehälter um 20 bis 40 Prozent abgesenkt werden, empört sich die Verdi-Vertreterin. Das Urlaubsgeld solle um rund 600 Euro und das Weihnachtsgeld um 1360 Euro für die Kassiererinnen abgesenkt werden, heißt es weiter in der Gewerkschaftseinschätzung.

Zusätzlich soll die wöchentliche Arbeitszeit von derzeit 37,5 auf 40 Stunden ohne Lohnausgleich erhöht werden. Deshalb habe man Ende der Woche den Arbeitskampf aufgenommen, wird auf Nachfrage unserer Zeitung seitens der Arbeitnehmervertretung betont. ras/zg

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