Brühl

Fasnacht Karnevalisten rufen zu donnernden „Ahoi“ zuhause, in der Schule und am Arbeitsplatz auf

Gegen Stille am Elften im Elften

Brühl.Ein Böllerschuss und ein vielstimmiges „Ahoi“ – so würde am Elften im Elften um 11.11 Uhr eigentlich die Kampagne eröffnet werden. Doch in Corona-Zeiten bleibt es sowohl am Kröten- als auch am Gockelbrunnen still. „Wir werden uns aber trotzdem zu Wort melden“, verrät „Kollerkrotten“-Präsident Stefan Röger.

Der Gruß soll allerdings virtuell hinaus in die närrische Welt gehen. Doch mehr wollte er im Gespräch mit unserer Zeitung noch nicht preisgeben – „es soll eine Überraschung werden“. Und auch während der Kampagne möchte er das weltweite Netz mit seinen Kommunikationsmöglichkeiten nutzen, um an die Brauchtumspflege der Karnevalisten zu erinnern. „Wir möchten mit kleinen Filmen und Bildern an die Sitzungen, Umzüge und andere Veranstaltungen an unsere Aktionen der vergangenen Jahre erinnern“, so Röger.

Sollte es wieder möglich werden, könnten auch unter Einhaltung der Hygienevorschriften vereinsinterne Treffen und Besuche bei sozialen Einrichtungen stattfinden, planen die „Kollerkrotten“. Ähnlich sieht es bei den „Rohrhöfer Göggeln“ aus, wie Präsident Christian Nordheim berichtet. Auch dort sollen über Internetaktivitäten die Menschen an das Brauchtum erinnert werden – „auch wenn wir uns aktuell nicht treffen können“, wie er bedauert.

Außerdem organisieren die „Göggel“ in den Sparkassen des Ortes eine karitative Wünschebaumaktion (wir berichteten). „Da können Karnevalsfreunde, die das Geld für die Prunksitzung sparen, diese Mittel für einen guten Zweck einsetzen“, sagt Nordheim und lacht.

Und beide Vereine rufen dazu auf, den Kampagnenstart nicht still zu verbringen – ein lautes „Ahoi“ zuhause, in der Schule oder am Arbeitsplatz könnte die Fasnacht um 11.11 Uhr begrüßen, hoffen die Narren. ras

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