Brühl

Kabarett René Sydow gastiert in der Villa Meixner

Geistreich und wortgewandt

Archivartikel

Brühl.Warum? Das ist eine Frage, die Kabarettist René Sydow oft und gerne stellt. Und das will er auch bei seinem Gastspiel „Die Bürde des weisen Mannes“ in der Villa Meixner am Donnerstag, 17. Mai, ab 20 Uhr machen. Damit gastiert der Kabarettist bereits zum zweiten Mal nach 2016 in der Hufeisengemeinde. Tabus gibt es für diesen Künstler nicht. Zumindest nicht kabarettistisch betrachtet. Er verpackt alle Themen in geistreiche, wortgewandte Comedy, was ihm wichtig und unterhaltsam erscheint und ihn thematisch fordert.

So fragt Sydow sich und sein Publikum, warum die Welt nicht klüger werde, wenn der Zugang zu Wissen noch nie so leicht gewesen sei, warum Menschen, bei all dem Reichtum der Welt, noch immer verarmen und – diesmal mit einem anderen Fragepronomen, woher Hass, Fanatismus und Turbo-Abi kommen. Sydow ist ein Perfektionist. Jede Nuance seines Programms, jede Betonung und Bewegung ist durchdacht und wird so präzise geprobt, dass er auf der Bühne mit einer derart spielerischen Leichtigkeit durch den Abend führen kann, als wäre ihm die ein oder andere Pointe gerade erst eingefallen.

In seinem dritten Soloprogramm geht der Träger des Deutschen Kabarettpreises etwas weniger laut, aber umso intensiver der Frage nach, was den Menschen zum Menschen mache – ob es Bildung, Wahlrecht oder doch nur freies Wlan ist. Bleibt für den Kabarettisten schließlich nur noch die Frage, wer eigentlich die Bürde des weisen Mannes trägt. ras

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