Brühl

Chorgemeinschaft Vorsitzender Gerd Scherer sieht den Verein aktuell auf dem richtigen Weg

Gesangliche Angebote für alle Altersgruppen

Brühl.Eine durchweg positive Bilanz zieht der Vorsitzende der Chorgemeinschaft Brühl/Baden, Gerd Scherer. Um weiter als starke Kraft in der Gemeinde den Chorgesang voranzutreiben, hatten sich der „Sängerbund“ und die „Konkordia“ im Jahr 2014 zur Chorgemeinschaft vereinigt.

Die Altersspanne in der Chorgemeinschaft reicht von zwölf bis 90 Jahren. „Jedes Alter hat seine Berechtigung bei uns, genauso wie jedes Liedgut“, betont Scherer. Wichtig sei der Mut Veränderungen anzugehen. Das sei 2014 durch den Zusammenschluss der beiden Traditionsvereine bewiesen worden, man habe das einen wichtigen Schritt für den Erhalt des Chorgesangs in der Gemeinde gemacht.

Die Chorgemeinschaft startete zudem im Januar des vergangenen Jahres mit „Chorness“ eine neue Sparte. Inzwischen treffen sich 57 neu dazu gewonnene Frauen und Männer in der wöchentlichen Chorprobe. Unter dem Dirigat von Vera Pfannenstiel wird ein ansprechendes Repertoire erarbeitet. „Gemeinsames Singen macht glücklich und verbindet die Sänger auf der menschlichen Ebene“, ist sich die Leiterin des Ensembles sicher.

Neue Wege beschreiten

Ermutigt durch den Erfolg von „Chorness“ wagte der Vorstand Anfang des Jahres zudem die Gründung von „Youngstars“. Dieses Ensemble ist ein Jugendchor für 12- bis 20-Jährige. „Geleitet durch das Prinzip ,Probieren wir es einmal aus, bevor es zu spät ist’, zeigte sich schnell, dass die Entscheidung richtig war“, zieht Scherer eine erste Bilanz des jungen Ensembles. 14 Mädchen und Jungs besuchen aktuell die Proben unter der Leitung von Mathias Buchta.

Und auch der traditionelle Männerchor unter dem Dirigat von Hans Kämmerer habe sich von seinem geliebten Prinzip – „Das haben wir schon immer so gemacht“ – verabschiedet, stellt der Vorsitzende der Chorgemeinschaft fest. Er hofft, dadurch jüngere Männer für den Gesang im Männerchor zu gewinnen.

Aber der Vorsitzende zieht nicht nur Bilanz, er entwickelt auch eine Perspektive. „Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Gründung neuer Chöre kein Allheilmittel ist“, betont er. Ein Patentrezept für das Überleben der Traditionschöre gebe es sicher nicht. „Grundzutaten sind definitiv Engagement, Flexibilität und Innovationsbereitschaft aller Beteiligten, besonders derer, die den Zeitgeist des Chorwesens gerne ignorieren“, fasst er zusammen. zg

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