Brühl

Wallfahrt Die beiden Gruppen der katholischen Frauengemeinschaft pilgern gemeinsam zur Benediktinerabtei Seligenstadt

Gläubige auf den Spuren von Einhard

Archivartikel

Brühl.Mit Sonne im Herzen und auch mit reichlich davon am Himmel, begann die Wallfahrt der beiden katholischen Frauengemeinschaften Brühl und Rohrhof nach Seligenstadt. Eine Wallfahrt steht unter dem Aspekt des Unterwegsseins im persönlichen Anliegen und für die Welt, denn beim Pilgern komme es weniger auf Entfernungen an als auf die innere Haltung, die der Glauben ermögliche, waren sich die Frauen einig.

Begrüßt von Gerda Gaisbauer, der Vorsitzenden der Brühler Gruppe, starteten die Frauen die Fahrt mit einem Morgenlob sowie einem Reisesegen von ihrem Präses, Pfarrer Erwin Bertsch. Auf die Weise bestens gerüstet konnte dieser Tag seinen Lauf nehmen.

Seligenstadt, die ehemalige Benediktinerabtei, von den Einheimischen auch liebevoll „Einhardstadt“ genannt, ist eine der wenigen fast komplett erhaltenen Klosteranlagen in Hessen. Die historische Altstadt, mit verwinkelten Gassen und reich verzierten Fachwerkhäusern, strahlt ein besonderes Flair aus. In der Einhard-Basilika feierten die Frauen mit ihrem Präses eine Eucharistiefeier.

Mittelalterlicher Gelehrter

Einhard errichtete das Kloster im 9. Jahrhundert mit der Überführung der Reliquien der römischen Märtyrer Marcellinus und Petrus. Er war ein fränkischer Gelehrter, Kunstsachverständiger und Autor, eine der herausragendsten Gestalten der karolingischen Renaissance. Sein bekanntestes Werk ist die Biografie Karls des Großen. 840 starb Einhard in Seligenstadt. Weitere Details über die Basilika, wie auch über die Stadt, erfuhren die Frauen von einem sehr engagierten Stadtführerehepaar.

Den Abschluss dieser rundherum gelungenen Wallfahrt bildete ein Abendgebet in der Wendelinuskapelle.

Auf der Rückfahrt hob Gerda Gaisbauer nochmals die gute Stimmung und das harmonische Miteinander der Frauen hervor. Elsbeth Franz, die Vorsitzende der Rohrhofer Gruppe, bedankte sich für die gute Organisation und sorgte mit dem Spruch: „Ich mache Fehler, damit niemand merkt, wie perfekt ich bin“, für Erheiterung. gkh

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