Brühl

Haushalt Einnahmen bleiben bei den Gewerbesteuern hinter der Planung zurück / Auswirkungen für Gemeinde „nicht so gravierend“

Göck: Finanzen liegen im grünen Bereich

Archivartikel

Brühl.Drei Monate sind es noch bis zum Jahresende und so wird es für Bürgermeister Dr. Ralf Göck und den Kämmerer Robert Raquet Zeit, sich langsam über die Haushaltszahlen des laufenden Jahres zu beugen. Natürlich sei noch einiges in Bewegung, so der Bürgermeister in seinem Zwischenbericht für den Gemeinderat. Aber Tendenzen ließen sich abschätzen. Und diese Tendenzen lassen hoffen.

„Insgesamt sieht es zufriedenstellend aus.“ Dabei betonte Göck zwar, dass eine Entwicklung wie zu den Haushaltsjahren 2016 und 2017 wohl ausgeschlossen werden könne. Damals sorgten die sprudelnden Steuerquellen im Vergleich zu den vorherigen Prognosen für ein deutliches Plus von 1,9 Millionen Euro im Jahr 2016 und von 2,3 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Doch angesichts der stabilen Steuerlage könne man doch auf ein gutes Ergebnis hoffen, stellte der Verwaltungschef in seinem Bericht dar.

Im laufenden Jahr bleiben bis dato vor allem die Einnahmen aus der Gewerbesteuer deutlich hinter den Erwartungen zurück. Geplant waren in diesem Bereich Einnahmen von drei Millionen Euro. Derzeit verzeichnet Raquet jedoch lediglich etwas über 1,3 Millionen Euro. Natürlich könne sich das noch verbessern. Aber dass bis zum Ende des Jahres die geplanten drei Millionen Euro erreicht werden, darf als ausgeschlossen gelten.

Liquide Mittel deutlich geringer

Die Auswirkungen auf die Gemeinde, so Göck, seien jedoch nicht so gravierend. Würden doch 80 Prozent aus diesem Topf sowieso an Kreis und Land weitergereicht. Bei der für die Gemeinde wichtigsten Einnahmequelle, dem Anteil an der Einkommenssteuer, gebe es noch keine belastbare Prognose. Dagegen geht die Verwaltung bei den liquiden Mitteln derzeit von einem Minus von 3,7 Millionen Euro aus. Das heißt, dass die Mittel in diesem Topf in Höhe von 14,7 Millionen Euro Ende 2017 auf rund elf Millionen Euro Ende dieses Jahres sinken werden.

Und bei den Schulden gehe es, falls ein im Haushaltsplan veranschlagter Kredit über zwei Millionen Euro noch in Anspruch genommen wird, von rund 6,6 Millionen Euro auf rund 8,2 Millionen Euro. Der entscheidende Punkt, ob es wie 2016 und 2017 gelingt, den Ergebnishaushalt samt Abschreibungen zu erwirtschaften, sei momentan noch nicht absehbar. Wobei Göck sehr zuversichtlich erscheint, dass das klappt. Bis dato scheinen die Zahlen aus Verwaltungssicht jedenfalls im grünen Bereich zu liegen.

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