Brühl

Schillerschule Technischer Ausschuss beschließt Einrichtung von Sanitärcontainer im Hort / Fassadenanbau erst Mitte 2019

Große Investitionen für den Nachwuchs

Brühl.Der Ausschuss für Technik und Umwelt beschließt heute Abend (18.30 Uhr, Rathaus) die Vergabe für einen Sanitärcontainer im Hort des Pavillons der Schillerschule. Die Lieferung und den Aufbau des Containers mit einer kindgerechten Sanitäreinrichtung erledigt die Firma Losberger Modular Systems aus Mannheim zum Angebotspreis von rund 31 000 Euro.

Die Maßnahme ist der erste Schritt zur Einrichtung eines Kinderbildungszentrums mit Kinderkrippe, Kindergarten, Grundschule samt Kernzeit und Hortbetreuung für Mädchen und Jungen im Alter von einem bis zehn Jahren. „Nach dem Beschluss geht der Auftrag für den Container raus“, sagt Ortsbaumeister Reiner Haas zum Zeitplan. Im Pavillon der Schillerschule läuft derzeit noch die Kernzeit- und Horteinrichtung. Aufgrund der weiter steigenden Nachfrage an Kindergartenplätzen soll der Hort in einen Kindergarten umgebaut werden. „Wir rechnen in den nächsten drei Monaten mit der Baugenehmigung, dann könnte es im September oder Oktober losgehen“, so Haas.

Mehr Geld erfordert dagegen die Umgestaltung des Pausenhofs von Schillerschule und Hort, die der Gemeinderat vor drei Wochen genehmigt hat. Die Arbeiten wurden an die Firma „Die Werkstatt“ zum Herstellungspreis von knapp 188 000 Euro vergeben.

Der Schulhof in seinem jetzigen Zustand ist nicht mehr zeitgemäß und bietet keine geeigneten Spielgeräte für Grundschulkinder. Die Sitzmöglichkeiten sind marode. „Die Werkstatt“ hatte gemeinsam mit Vertretern der Schillerschule ein Umgestaltungskonzept erarbeitet, das bereits im Juli letzten Jahres im Ausschuss für Technik und Umwelt beschlossen worden war. Die Umsetzung war damals allerdings noch einmal verschoben worden.

Die Sanierung des alten Bodens der Schillerschul-Sporthalle wird zeitnah umgesetzt. „Das läuft schon. Der Auftrag ist raus. Das wird alles in den Sommerferien erledigt“, bestätigt Haas. Der Gemeinderat hatte den Auftrag für den Abbruch und den Neubau des Sportbodens an die Firma Becker Sport und Freizeitanlagen GmbH aus Berlin genehmigt. Der Angebotspreis: knapp 99 000 Euro. Zum neuen Schuljahr werde alles fertig sein, so Haas weiter.

Komplizierte Ausschreibung

Beim geplanten zweistöckigen Anbau an die Nordfassade des Hauptgebäudes der Schillerschule, der die Kernzeit- und Hortbetreuung aus dem Pavillon aufnehmen soll, sehe es dagegen nicht so einfach aus: „Das ist schon schwieriger, die Ausschreibung in diesem Fall auch viel komplizierter. Da hat sich seit dem letzten Jahr die Vergabeverordnung geändert. Beispielsweise müssen die Leistungen für den ausführenden Architekten jetzt europaweit ausgeschrieben werden.“ Dieses Verfahren dürfte zwischen drei und sechs Monaten dauern, erklärt Haas, so dass man erst Ende dieses Jahres soweit sein dürfte. Baubeginn sei dann voraussichtlich Mitte 2019.

Die Fassadensanierung am Hauptgebäude, die nächstes Jahr wieder aufgenommen wird, soll bis 2022 abgeschlossen sein. Bis 2020 soll der zweistöckige Anbau an die Nordfassade des Hauptgebäudes stehen. Der neue Anbau schafft Platz für die acht Gruppen von Hort und Kernzeit sowie für zwei Hausaufgabenräume für die Hortgruppen. Wenn dort 2021 die Kernzeit- und Hortbetreuung einzieht, wird deren Pavillon zu einem fünfgruppigen Kindergarten samt Mensa erweitert und umgebaut. Eine weitere Maßnahme wird der Bau eines Fahrstuhls sein, der nicht nur für den neuen Horta-Anbau, sondern auch für alle Stockwerke der Schillerschule zur Verfügung steht. Bei der Umgestaltung ist eine Aula beziehungsweise ein großer Veranstaltungsraum im Bereich des Horts eingeplant. Der Neubau schafft gleichzeitig die räumlichen Voraussetzungen für eine eventuelle Ganztagesgrundschule. Die Schulsanierungsförderung des Bundes beteiligt sich mit 912 000 Euro an der Fortführung der energetischen Fassadensanierung der Schillerschule (wir berichteten).

Der Bescheid sei allerdings noch nicht da, teilt Reiner Haas mit. Die Fassadensanierung solle dann wieder in Angriff genommen werden. „Auch hier gilt eine europaweite Ausschreibung“, so der Bauamtsleiter abschließend. vw

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