Brühl

Technischer Ausschuss Dringender Bedarf an Betreuungsplätzen soll mit Übergangslösung gemildert werden / Pläne für Mehrfamilienhaus im Promenadenweg scheitern

Haus der Kinder bekommt zwei neue Gruppen

Brühl.Der Ausschuss für Technik und Umwelt lehnte in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr auch den inzwischen zweiten Antrag zu einem Neubau ab. Der Bauherr will im Promenadenweg 2 ein Mehrfamilienhaus mit drei Garagen und vier Stellplätzen errichten. Das Baurechtsamt hatte im August nur leicht geänderte Pläne geschickt, in denen die Außenwand etwas versetzt zum Treppenhaus und das Dachgeschoss sogar noch unwesentlich vergrößert vorgenommen worden war.

Der Ausschuss hatte den Erstantrag bereits im Februar abgelehnt. Nach Ansicht des Baurechtsamts sei das Bauvorhaben zu genehmigen, „da es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt“. Die Begründung der Verwaltung, das Bauvorhaben sei mehrheitlich zu massiv, „könne nicht nachvollzogen werden“, hieß es in der Mitteilung.

Das Baugrundstück befindet sich im Bereich des einfachen Bebauungsplanes „Westlich der Gartenstraße“ von 1960, der allerdings nur die Bau- und Straßenfluchten regelt. Der Neubau wäre fünf Meter von der Straße entfernt. Bisher lag eine schriftliche Einwendung vor, ein weiterer Einspruch war angekündigt. Beim ersten Bauantrag hatten alle vier Angrenzer Einwände hervorgebracht. In der näheren Umgebung finden sich zwar einige Objekte, die eine ähnliche Gebäudehöhe aufweisen wie das geplante Bauvorhaben, allerdings haben die im Vergleich zu einem modernen Flachdach ausschließlich Satteldächer.

Hans Faulhaber (CDU) meinte, der Neubau passe nicht in die nähere Umgebung. Gabriele Rösch (SPD) sprach sich ebenfalls dagegen aus: „Die schmale Straße ist mit einem Mehrfamilienhaus überfordert.“ Heidi Sennwitz (FW) sah einen „zu massiven Block“. Ulrike Grüning (GLB) schloss sich an. Der Beschlussvorschlag, das Einvernehmen erneut zu versagen, wurde einstimmig angenommen.

Neue Wege für den Friedhof

Ohne Gegenstimmen gab es dagegen die Genehmigung für Umbau und Erweiterung eines Einfamilienhauses in der Mannheimer Straße 8. Die Maßnahme umfasst den Anbau jeweils eines Zimmers im Erdgeschoss und im Obergeschoss, den Bau einer Terrasse und eines Balkons sowie den Abbruch einer Garage und den Bau eines Geräteschuppens und eines Kaminholzunterstandes. Nachbarn hatten keine Einwendungen. Die Bauherrin muss nur einen Teil des Balkons im Obergeschoss an der Grundstücksgrenze mit einer Tiefe von rund 1,30 Meter mit einem Sichtschutz versehen.

Einstimmig war das Gremium für die Vergabe der Bauarbeiten für die Befestigung der Wege auf dem Friedhof im Ortsteil Brühl. Den Zuschlag erhielt die Firma Walter Sailer aus Sandhausen zum Angebotspreis von rund 58 700 Euro. Im Haushalt sind 70 000 Euro bereitgestellt. Die Asphaltarbeiten für den ersten Bauabschnitt waren bereits 2016 ausgeführt worden. Jetzt soll ein Teil der Wege in einer wassergebundenen Bauweise hergestellt werden. Insgesamt waren zehn Firmen zur Angebotsabgabe aufgefordert worden. Die Baumaßnahme soll im Frühjahr ausgeführt werden.

Container wird bereits bestellt

Für den Gemeindekindergarten werden zwei Container angeschafft, in dem eine zusätzliche Gruppe übergangsweise untergebracht wird. Die Baugenehmigung fehlt noch, werde aber wohl bis Februar vorliegen, meinte Bürgermeister Dr. Ralf Göck. Die Containeranlage wird von der Firma Fagsi aus Morsbach geliefert und kostet 98 000 Euro. Wegen des dringenden Bedarfs an weiteren Kinderbetreuungsplätzen muss im „Haus der Kinder“ eine zusätzliche Kindergartengruppe eingerichtet werden. Zusätzlich soll im derzeitigen Mehrzweckraum der kommunalen Betreuungseinrichtung mit einer Wand in Holzbauweise ein zusätzlicher Gruppenraum geschaffen werden.

Der Ausschuss entschied sich trotz der fehlenden Planungssicherheit schon jetzt einstimmig für die Bestellung des Containers, damit die zusätzliche Gruppe Ende April angeboten werden kann.

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