Brühl

Radwegenetz Aus dem Trampelpfad zwischen Fichtestraße und Mannheimer Straße ist ein asphaltierter Weg geworden

Hier lässt es sich nun komfortabel radeln

Brühl.Der Lückenschluss ist gelungen. Auf 170 Metern ist aus dem Trampelpfad zwischen Fichtestraße und Mannheimer Straße hinter der Tankstelle ein komfortabler, asphaltierter Weg geworden. Als erste Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis (RNK) hat Brühl dafür einen Zuschuss in Höhe von 16 500 Euro vom RNK erhalten und die Baumaßnahme selbst mit etwa 30 000 Euro unterstützt. Sandra Wohlrab, beim Kreis unter anderem für das Mobilitäts- und Radwegenetz zuständig, lobte bei der feierlichen Eröffnung des Weges die „Vorbildfunktion“, die die Hufeisengemeinde damit einnimmt. Das Ziel sei, Alltagsfahrten wie Arbeitswege, Schulwege oder Einkaufswege verkehrssicher und gut befahrbar herzurichten und sinnvoll miteinander zu verbinden. Dabei zähle „Radwege einzurichten, wo es geht, an manchen Orten allerdings geht es nicht“, so Bürgermeister Dr. Ralf Göck, der die aktuelle Bauarbeit mit einem Zeitrahmen von zwei Wochen angibt. Man könne etwa nicht auf der Mannheimer Straße Areale für Radler ausweisen: „Man muss dann eben kleine Umwege in Kauf nehmen.“ Anlässlich eines Großkonzepts seien Lücken im durchgängigen Wegenetz eruiert und erkannt worden, der Gemeinderat hatte dem Ausbau zugestimmt. Dem Tenor, den Radverkehr zu stärken, nicht nur aus Umweltschutz-, sondern auch gesundheitlichen Gesichtspunkten wird man damit gerecht.

Beteiligung erhofft

Göck skizziert kurz das „Stadtradeln“, dessen Auftakt man passend zur Radwegeeinweihung feiert. Daran sollen sich möglichst zahlreich Bürger beteiligen, die Kilometer für ihren Heimatort erradeln und registrieren können – auch per App – mit dem Ziel, in einem Ranking weit oben zu landen und so Preise zu erreichen. Diese seien alle auf das Fahrradfahren bezogen, erklärt Göck, der bereits 200 Kilometer als verbucht mitteilen kann. Im Rathaus sind Sandra Keppeler oder Dr. Andreas Askani, Telefon 06202/20 03 92 oder 06202/20 03 89, sowie per Mail an Sandra.Keppeler@bruehl-baden.de Ansprechpartner. Am Ende der Aktion, am Freitag, 29. Juni, wird die Fahrradservice-Station an der Leimbachroute ihrer Bestimmung übergeben, teilt das Verwaltungsoberhaupt mit.

Im kommenden Jahr soll die Beschilderung der Wege erneuert werden. Dafür und für die kartographische Umsetzung der Radwege ist das Ingenieurbüro Schwegler aus Eppelheim zuständig. Druckfrisch hatte Maria Schwegler den passenden Wegeplan mitgebracht: „Der passt genau an den bereits vorhandenen ,Südliche Kurpfalz’ und heißt ,Rad- und Wanderwege Bergstraße südlich des Neckars’. Er ist ein zuverlässiger Begleiter“, erläutert die Diplom-Ingenieurin. Auch im Zeitalter von Google Maps und GPS könne es nicht schaden, auf Entdeckungsreisen in der Region den Überblick zu behalten, motiviert sie dazu, den Plan zu nutzen. Rechtzeitig zum Start des „Stadtradelns“ geht die erste Auflage der Rad- und Wanderwegekarte an Rathäuser, Touristinformationen und den Buchhandel. Die Karte im Maßstab 1:20 000 grenzt nach Südosten an die 2015 erschienene Rad- und Wanderwegekarte „Südliche Kurpfalz“ an und bietet somit eine westöstliche Verbindung von Speyer bis Meckesheim mit Anschluss ins Elsenztal. Im Norden beginnt die Karte bei Eppelheim/Heidelberg mit dem neuen Bahnstadt-Stadtteil, deckt die Region rund um Walldorf/Wiesloch ab und führt bis nach Kronau, Bad Schönborn, Östringen und Angelbachtal.

Zahlreiche Hinweise

Die Wanderwege sind rot, die ausgewiesenen Reitwege im Schwetzinger Hardt ockerfarben eingetragen. Die Farbe Grün kennzeichnet die künftig mit Wegweisern im Gelände ausgeschilderten Radverbindungen. Darüber hinaus bietet die Karte Hinweise auf Freizeiteinrichtungen, Naturdenkmäler, Parkmöglichkeiten, Rundwanderwege und Themenpfade. Berücksichtigt wurden auch die E-Bike-Ladestationen und die Radservice-Stationen.

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