Brühl

60plus Rektorin Juliane Groß beantwortet Senioren Fragen

Hort wird unterstützt

Archivartikel

Brühl.Die Frageliste der Brühler Aktion 60 plus hatte es der Jahn-Rektorin Juliane Groß angetan. Spontan war sie zu einem Gespräch bereit. Ihr Kaffee und ein Stollen von Bäcker Lutz schufen in der Aula eine so adventliche Stimmung, dass die zufällig vorbeigehende Anne Malsam sie „kuschelig“ nannte.

Die Atmosphäre förderte ein verständnisvolles Gespräch über die Ziele der Aktion: die Bedürfnisse der Schüler zu verstehen und sie zu unterstützen. Die Schule geht auf den Wandel der Gesellschaft ein. Bei den Medien gelingt das: Viele Kinder verfügen über Smartphones, sind sogar fitter als ihre Lehrer. Sie spielen aber so viel damit, dass die motorischen Fähigkeiten abnehmen. Deshalb ist es Kultusministerin Susanne Eisenmann wichtig, dass die Schüler Schreibschrift lernen, aber auch die Medien beherrschen. Für die Sekundarstufe hat die Gemeinde deshalb einen halben Klassensatz Laptops beschafft, damit die Schüler das Präsentationsprogramm „Powerpoint“ nutzen können.

Viele Eltern berufstätig

Außerdem seien 79 Prozent der Deutschen berufstätig. Deshalb bietet die Schule Nachmittagsbetreuung an. 70 Prozent der Kinder besuchen den Hort. Einen Teil der Restgruppe betreut 60 plus und passt seine Schach-AG der Hortzeit an. Doch kommen die Kinder nach Hause, sind sie müde – wie die Eltern auch. Vorlesen oder Rechenübungen fallen dann oft aus. Und vielfach ersetzt das Fernsehen das gemeinsame Spielen und Arbeiten. Auch Inklusion, also die Betreuung förderbedürftiger Kinder, stand auf der Liste. Die Lehrer erhalten zwar Unterstützung, aber nur wenige Stunden. „Eine zweite Lehrkraft wäre notwendig“, sagte die Rektorin.

Mit seinem Dank an Juliane Groß verband Helmut Mehrer ein Lob an alle beteiligten Helfer. Die Rektorin dankte auch im Namen des Kollegiums: „Allein durch Ihre Arbeit mit den Kindern gehen Sie in Bereiche, in die wir nicht gelangen.“ sr

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