Brühl

Immer weniger Dienstjahre

Archivartikel

Der Stellvertretende Bürgermeister, Hans Hufnagel, sagte es zwar im Scherz, aber der Hintergrund dieser Äußerung hat einen knallharten Kern – darüber war sich die Festversammlung mit den vielen aktiven und früheren Bürgermeistern einig. So wird ja normal die Vollendung des 25. Dienstjahres als klassisches Jubiläum gefeiert, nicht wie bei Dr. Ralf Göck der 20. Jahrestag.

Doch Hufnagel brachte es auf den Punkt: Die Zeiten eines Alfred Körbers in Brühl, eines Ferdinand Schmids in Ketsch oder eines Siegwald Kehders in Oftersheim, die alle mehrmals gewählt wurden, sind vorbei. In der Regel sind die Rathauschefs nur noch ein bis zwei Perioden im Amt, manche werden trotz dritter Kandidatur nach 16 Jahren von den Bürgern ruckzuck abgewählt, wie sich in Plankstadt oder Altlußheim gezeigt habe, so Hufnagel.

Da könne man die 20 Jahre von Ralf Göck, also bislang zweieinhalb Amtsperioden, auch entsprechend würdigen. Man wisse ja auch nicht, ob Göck eine vierte Amtszeit erreiche, in die das 25-jähriges Dienstjubiläum fallen würde.

Auch Oberbürgermeister Dr. René Pöltl aus Schwetzingen zog den Hut vor Ur-Altbürgermeister Gerhard Stratthaus, Altbürgermeister Günther Reffert und Amtsinhaber Dr. Ralf Göck, die kontinuierlich über vier Jahrzehnte für Brühl viel geleistet haben. In Schwetzingen könne man da nicht mithalten – da seien zwei komplette Amtszeiten in den vergangenen Jahren bereits eine Rarität.

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