Brühl

St. Bernhard Maria Löhlein-Mader, Vizepräsidentin des badischen Chorverbandes, übergibt gestern die Ehrung „Die Carusos – Jedem Kind seine Stimme“

Jungen und Mädchen singen jeden Tag ihre Lieder

Brühl.„Heute ist ein besonders wichtiger Tag“, erklärt Kindergartenleiterin Susanne Füllhase den über 70 Jungen und Mädchen von St. Bernhard. Die sitzen gespannt auf dem Boden und warten auf ihren Einsatz. Immerhin bekommen sie die Auszeichnung „Die Carusos! Jedem Kind seine Stimme“ von Maria Löhlein-Mader verliehen. Sie ist als Caruso-Beauftragte des Deutschen Chorverbandes anwesend und überreicht die Zertifizierung. Der Deutsche Chorverband vergibt die Auszeichnung als bundesweite Initiative zur Förderung des kindgerechten Singens.

„Der Preis ist für uns ein Aushängeschild. Damit wird gleich klar, dass der Schwerpunkt unserer Arbeit mit den Kindern in der Musik liegt. Wir singen mit ihnen an jedem Tag altersgemäße Lieder“, schildert Füllhase ihre Freude über die Auszeichnung. Außerdem käme das Singen bei den Kindern immer gut an.

Chiara mag „Tschu tschu“

Und das merkt man auch: Wenn die Kleinen vor den geladenen Gästen, wie Bürgermeister Dr. Ralf Göck und Pfarrer Erwin Bertsch ihre sängerische Qualität zum Besten geben. Begeistert singen sie Lieder wie „Volltreffer“ oder „Im Winterwald geht es komisch zu“. Die fünfjährige Chiara mag das Lied „Tschu tschu, was sagst denn du“ ganz besonders, „das ist mein Lieblingslied“, teilt sie strahlend mit. Der vierjährigen Philippha dagegen gefällt das vorgetragene „Voll-, Voll-, Volltreffer“ am besten. Jedes neue Lied begrüßen sie mit enthusiastischen Ja-Rufen.

Die Zertifizierung für „Die Carusos“ ist mit einer Bearbeitungsgebühr von 150 Euro verbunden. Diese wurde auf Initiative von Löhlein-Mader solidarisch durch den Frauensingkreis, die Chorgemeinschaft, Fine Art Music und den katholischen Kirchenchor finanziert. Darüber zeigen sich die kleinen und großen Menschen im Kindergarten St. Bernhard sehr dankbar.

„Die Auszeichnung geht mit hohen Anforderungen an die Qualität des Singens einher. Sie stellt mit ihren einheitlichen Kriterien und Richtlinien eine bundeslandübergreifende Vergleichbarkeit her“, macht Löhlein-Mader deutlich. Außerdem solle die Auszeichnung den Wert des täglichen Singens für die Entwicklung der heranwachsenden Persönlichkeiten ins Bewusstsein der Gesellschaft rücken.

Auch Bürgermeister Dr. Göck findet es wichtig, dass Kinder schon früh anfangen zu singen. Er spricht der Einrichtung um Susanne Füllhase im Namen der Gemeinde seinen Dank aus. An die Kinder gerichtet spricht Pfarrer Bertsch noch den Wunsch aus: „Ihr seid auf einem guten Weg. Bringt euch in den Chorgemeinschaften ein und lasst eure Stimme für alle hier erklingen.“

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