Brühl

Partnerschaft Klaus Krebaum vom Förderkreis sieht keine direkte Bedrohungslage in Dourtenga / Projekte laufen problemlos weiter

Keine konkrete terroristische Gefahr

Brühl.Nicht richtig dargestellt sieht der zweite Vorsitzende des Förderkreises Dourtenga, Klaus Krebaum, seinen bei der Vereinsvertretersitzung vorgelegten Bericht zur Lage in der Brühler Partnergemeinde. Zwar sei die Lage im westafrikanische Burkina Faso insgesamt durch die terroristischen Gruppen, die vor allem in Norden des Landes zuschlagen, angespannt. Doch in Dourtenga im Südosten von Burkina Faso gebe es keine Anhaltspunkte für eine konkrete Gefährdungslage.

Im Norden gab es in jüngster Zeit Anschläge und auch in der Hauptstadt Ouagadougou – deshalb war der Besuch einer Brühler Delegation zur Vertiefung der Klimapartnerschaft Anfang des Jahres abgesagt worden.

Burkina Faso hat rund 19 Millionen Einwohner überwiegend islamischen Glaubens und ist eines der ärmsten Länder der Welt. Es grenzt im Norden an Niger und an Mali, dem, wie es seitens des Förderkreises heißt, derzeit wohl instabilsten Land Westafrikas. Besonders aus diesem strukturschwachen Land mit seinen vielfach nomadisch lebenden Gruppen schwappte der Terror zuletzt vermehrt in die Nachbarländer und damit auch nach Burkina Faso.

Doch im Gegensatz zum Norden, so unterstreicht Krebaum, sei die Region um Dourtenga diejenige, in der es so gut wie keine Probleme mit den islamistischen Terrorgruppen zu vermelden gebe. Dies sei auch vom dortigen Bürgermeister Armand Abgas auf Nachfrage seines Brühler Amtskollegen Dr. Ralf Göck versichert worden.

An den Schulen wird unterrichtet

Zwar habe es etwa 50 Kilometer nördlich der Partnergemeinde ein Rebellencamp gegeben, das aber schon vor einiger Zeit durch Regierungstruppen aufgelöst worden sei. Deshalb wäre auch keine einzige der mit Brühler Unterstützung errichteten Schulen in Dourtenga geschlossen worden. Diese vorsorgliche Sicherheitsmaßnahme der zuständigen Behörden habe – im Gegensatz zu anderen Bereichen des Landes – in der gesamten Provinz Koulpélogo, zu der Dourtenga gehört, so gut wie keine Anwendung gefunden. „Alle unsere Projekte laufen ungestört weiter“, betont Krebaum über die Arbeit des Förderkreises im Gespräch mit unserer Zeitung.

Bildung, Wasserversorgung und Gesundheit sind Schwerpunkte der Partnerschaft, Freundschaft und Verständigung zwischen den Bewohnern das Ziel. ras

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