Brühl

Klaus Triebskorn von der GLB versteht die Rodungen nicht

Brühl.Die Aussagen des Regierungspräsidiums beruhigten ihn nicht, sagt Klaus Triebskorn, Vorsitzender der Grünen Liste Brühl, in einer Pressemitteilung seiner Partei. „1,7 Hektar Wald wegen ein paar seltener Pflänzchen zu roden“ sei aus seiner Sicht nicht nur im Anbetracht von zu erwartenden Trockenheitsschäden durch diesen Sommer und ständig zunehmender Flächenversiegelung für ihn nicht nachvollziehbar. Durch den Wegfall dieser Bäume reduziere sich die Kohlendioxid-Aufnahme drastisch.

Und ebenfalls drastisch reduziere sich auch die Artenvielfalt, denn alleine in Pappeln halten sich, so Triebskorn in seiner Stellungnahme weiter, bis zu 33 Schmetterlingsarten auf.

„Sollen die jetzt auf den wenigen noch bestehenden Pflänzchen wohnen? Plus alle Vogelarten und andere Tiere, die bis jetzt in den Bäumen leben konnten?“, fragt er nach.

Aus seiner Sicht wäre das so, als würde man alle Häuser in der Gemeinde abreißen bis auf das des Bürgermeisters – wegen seiner seltenen Art. Und alle 14 000 Einwohner müssten dann dort wohnen oder wegziehen.

„Und da sich ja in anderen Wäldern sicher auch seltene Pflanzen befinden, denen eine Beschattung nicht guttue“, mag Triebskorn kaum darüber nachdenken, welche Folgen das hätte, heißt es weiter. In Brühl habe man, wie er sagt, für solche Fälle noch bessere Ideen gehabt. Dort, wo diese extrem seltenen Pflanzen standen, weswegen es sogar zum FFH-Gebiet ernannt wurde, baute man einfach eine Tennisplatzanlage drauf. Und gleich nebenan habe man Jahre später die Rodung der fünf Hektar Wald auf dem Schütte-Lanz-Gelände gebilligt. Dort stehe kein einziger Baum von damals mehr, die vorgeschriebenen Artenschutzmaßnahmen (CEF) vor Ort seien schlicht nicht umgesetzt worden. Dafür finde man jetzt Pultdach-Wohnkasernen. „Da kann man sich ja vor den Auswirkungen des Klimawandels drin verstecken.“ zg/ras

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