Brühl

Saisonende Rund 120 000 Fahrgäste wechseln von einer Brühler Seite zur anderen / Corona und Brückensperrung sorgen für das Plus

Kollerfähre verzeichnet Rekord

Archivartikel

Brühl.Es gibt sie, die positiven Corona-Nachrichten. Beispielsweise bei der Kollerfähre: „Wir haben mit irgendwo nahe der 120 000 Passagiere eines der erfolgreichsten Jahre hinter uns gebracht“, bilanziert Uwe Baumann, beim Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg für die Fähre zuständig. Noch sei der wirtschaftliche Abschluss nicht genau bilanziert, nachdem am Wochenende die Fähre in die Winterruhe gegangen ist. Doch auf den ersten Blick stellt Baumann zum Saisonabschluss fest, dass dieses beeindruckende Ergebnis ohne das große Engagement der Besatzung, die selbst bei hochsommerlichen Temperaturen noch mit Maske an Bord unterwegs gewesen sei, nicht machbar gewesen wäre.

Normal sind zwischen 40 000 und 50 000 Gäste pro Saison mit dieser Fähre über den Rhein unterwegs. „Es war sicherlich das ungewöhnlichste und arbeitsintensivste Jahr seit ewigen Zeiten“, ist sich Baumann sicher. Auf der einen Seite stehe das große Engagement der Mitarbeiter, unter schwierigen Bedingungen den Betrieb aufrecht zu erhalten. Auf der anderen Seite das Interesse der Passagiere, die nicht wie gewohnt in Urlaub fahren konnten und so attraktive Naherholungsgebiete besuchen wollten.

Ein Imageplus verzeichnet

Das habe zwar mehrfach – etwa an den Pfingsttagen – auf der Kollerinsel zu Verkehrsproblemen geführt, doch über die Saison gesehen, habe das doch insgesamt zu einem Imageplus geführt – auch für die Kollerinsel, dem linksrheinischen Brühler Gemarkungsteil, als Möglichkeit für einen Kurzurlaub.

Baumann will im Gespräch mit unserer Zeitung auch nicht ausschließen, dass die Sperrung der Salierbrücke bei Speyer einen Pluspunkt in der Jahresbilanz ausmachen könnte, doch den wichtigsten Zuwachs sieht er dennoch bei den vielen Menschen, die ins Naherholungsgebiet wollten – „insbesondere die vielen Badener, die am Kollerstrand schwimmen und die Sonne genießen durften“.

Zum Saisonende ging jetzt aber alles schnell: Die Fähre wurde zur Schiffswerft Braun in Speyer gebracht. „Wir haben keine akuten Probleme gehabt“, betont Baumann. Es werden dort die üblichen technischen Wartungen durchgeführt – der Unterwasseranstrich erneuert, die Schiffsschrauben auf Vordermann gebracht. Sollte alles nach Plan laufen, heißt es im März wieder für die Kollerfähre „Leinen los“ für eine neue Saison.

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