Brühl

Martinstag Katholische Kirchengemeinde lässt den Heiligen virtuell durch die Zimmer reiten

Laternen machen das Alltagsleben heller

Archivartikel

Brühl.„Von St. Martin 2020 werden die Kinder wohl noch ihren Enkeln erzählen“ so brachte es eine Mutter im Anschluss an den katholischen Online-Gottesdienst auf den Punkt. Wie so vieles in diesen Wochen, stand auch die Feier des Martinstages ganz unter den Vorzeichen der Corona-Pandemie.

Nach Absage der traditionellen Umzüge, planten die Verantwortlichen der Kirchengemeinde zunächst mit Gottesdiensten in den Kirchen. Doch auch dies wurde zum Schutze aller Beteiligten von Seiten des Erzbistums untersagt. So entstand die spontane Idee, die St. Martinsfeier in das Internet zu verlagern.

Eltern mit Kindern und Großeltern mit den Enkeln – es war ein buntes Bild, als sich mehr und mehr Teilnehmer per Computer hinzuschalteten. Gemeindereferentin Nathalie Wunderling leitete den Gottesdienst. Nach der Begrüßung durften alle Kinder ihre gebastelten Laternen in die Kameras halten. Es folgte ein Gebet und dann stand die Martinsgeschichte im Mittelpunkt. Mit farbenfrohen Bildern unterlegt, wurde die Lebensgeschichte des Heiligen erzählt.

Selbstverständlich durfte dabei die berühmte Mantelteilung nicht fehlen. Durch Teilen und Helfen habe Martin das Leben seiner Mitmenschen heller werden lassen. Mit praktischen Beispielen aus der Welt der Kinder wurde aufgezeigt, dass auch heute, Kleine wie Große das Leben heller machen könnten. Daran erinnerten die Laternen. Kurzerhand wurden die Wohnungen abgedunkelt und die Kinder ließen ihre bunten Lichter aufleuchten. zg

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