Brühl

Vortrag Pfarrer Erwin Bertsch referiert bei der katholischen Frauengemeinschaft Brühl

Leben und Handeln im Hier und Jetzt

Archivartikel

Brühl.Der Titel der Gemeinschaftsmesse „Barmherzigkeit – Kern der christlichen Botschaft“, war wie geschaffen als Überleitung zum anschließenden Vortrag bei der katholische Frauengemeinschaft Brühl im vollbesetzten Pfarrzentrum. Pfarrer Bertsch beleuchtete das spannende Thema „Himmel, Hölle, Fegefeuer“ aus seiner und aus theologischer Sicht.

Gerda Gaisbauer, die Vorsitzende, begrüßte auch zwei Männer die sich eingefunden hatten. Kommentar des Pfarrers Erwin Bertsch dazu: „Na, da bin ich wenigstens nicht ganz alleine“. So, etwas aufgelockert, näherte man sich diesem doch sperrigen Thema. Das Bild schlechthin über den Himmel, die Hölle oder das Fegefeuer gibt es nicht.

Das Denken sei an Raum und Zeit gebunden; alle Bilder, die Angst machen würden, taugten nichts, denn sie widersprächen den biblischen Vorstellungen, so Bertsch. Alle diese Begriffe seien eher im übertragenden Sinne zu verstehen, so zum Beispiel die „ewige Verdammnis“, die einen festen Platz in der Lehre Jesu habe. „Sie ist als ewige Abwendung von Gott zu verstehen“, so der Pfarrer. Der Schlüssel zu allem sei die Liebe Gottes, somit sei die Hölle das absolute Gegenteil, also die Ferne Gottes. Allein das Leben und Handeln im Hier und Jetzt sei relevant für die Ewigkeit.

Schwieriger werde das Thema Fegefeuer, auch Purgatorium „Reinigungsort“ genannt. Darunter zu verstehen sei die Läuterung, die heute nur noch nach der römisch-katholischen Lehre eine Seele nach dem Tod erfährt, sofern sie nicht als heilig unmittelbar in den Himmel aufgenommen wird. Es sei kein Ort, sondern ein persönlicher Zustand.

Die ewige Vollendung warte auf den Gläubigen dann im Himmel, wo es kein Leid, keine Tränen, keinen Tod mehr geben werde. Alle Wunder, die Jesus gewirkt habe, seien Zeichen wie das Reich Gottes aussehen werde, sagte Bertsch. Nach diesen Ausführungen setzte ein reger Dialog ein. Es zeigte, wie das Thema alle berührt und aufgewühlt hatte.

Seitens der Teilnehmer wurde angedacht, in Zukunft eine Art „theologische Nachhilfestunde“ einzurichten. Mit dieser Aussicht endete dieser spannende Abend. gkh

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