Brühl

Sportverein Rohrhof Ski- und Freizeitabteilung erkundet mehrere Tage lang Sizilien mit allen Sinnen

Lebendiger Schmelztiegel der Kulturen

Archivartikel

Brühl.Die Ski- und Freizeit-Abteilung des SV Rohrhof führte es in Europas Süden, und zwar nach Sizilien, dem Schmelztiegel europäischer Kultur. Viele Eroberer aus Europa, Afrika und dem Vorderen Orient haben auf der dreieckigen Insel an der Spitze des italienischen Stiefels ihre Spuren hinterlassen, und die Brühler Reisenden folgten ihnen.

In Catania stand ein Stadtrundgang mit Dom, Fischmarkt und Castello Ursino auf dem Programm. Gestärkt durch eine Kostprobe der sizilianischen Küche ging es zum Hotel in Giarre am Meer. Von dort aus fuhr die Gruppe hoch hinauf auf den Ätna, mit 3340 Metern nicht nur Siziliens höchster Berg, sondern auch Europas größter Vulkan. Eine stetige Rauchwolke wies den Mitgliedern der Abteilung immer den Weg. Sie durchquerten nicht nur mehrere Klimazonen und bewunderten die Fahrkünste des Busfahrers, sondern erreichten auch die von Tuff und Lava geprägte Landschaft im oberen Bereich bei spürbar kühleren Temperaturen. Zu Fuß umrundeten die Rohrhofer einen Seitenkrater.

Danach ging es zur Stärkung mit typischen sizilianischen Spezialitäten auf ein idyllisches Landgut mit Zitronenplantage – übrigens ein Mitbringsel der Araber – bevor die Gruppe weiter nach Taormina, der Perle Siziliens, fuhr. Dort lernte sie viel über das griechisch-römische Theater, den Dom und den Palazzo Corvaja.

Von Minoern zu Römern

Am folgenden Tag folgte die Gruppe weiter den Spuren der Griechen und Römer. Südlich des Ätna entlang erreichten die SVR-Reisenden die Villa Romana del Casale bei Piazza Armerina, ein weiteres Kleinod Siziliens aus der Römerzeit. Danach besichtigten sie das Valle dei Templi bei Agrigento.

„Ursprüngliches Sizilien“ war das Programm des vierten Tages bei St. Angelo Muxaro mit seinen Prinzengräbern aus minoischer Zeit. Ein Besuch im Kloster der Heiligen Rosalia, der Schutzheiligen Siziliens, durfte nicht fehlen.

Die Reisegruppe verließ den heißen Süden und begab sich weiter nach Westen, nach Marsala, der berühmten Weinstadt. Von dort schaute man übers Meer in Richtung Afrika, von wo vor über 2500 Jahren die Punier kamen. Im archäologischen Museum besichtigte die Gruppe die Reste eines punischen Schiffes, dessen Holzplanken mehr als 2000 Jahre alt sind. Dann ging es weiter nach Erice – ein mittelalterliches Städtchen. Von dort hatten die Normannen das Meer im Westen kontrolliert. Eine Kostprobe verschiedener Schokolade-Spezialitäten gehörte zum Stadtrundgang dazu.

Schließlich besichtigten die Rohrhofer Monreale und Palermo, zwei Höhepunkte dieser Tour. Die goldenen byzantinischen Mosaiken im Normannendom von Monreale sowie der Dom in Palermo mit dem Grab des Stauffers Friedrich II. brachten alle zum Staunen. In Siziliens Hauptstadt pulsierte das Leben, sie beeindruckte mit Stadthäusern, Palästen und Kirchen. Nach einem freien Tag am Meer und im Pool – übrigens mit strikter Bademützen-Regelung – hieß es „Arrivederci Sicilia“. zg

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