Brühl

Pfarrgemeinderat Mitglieder wollen die Begeisterung für Gemeindeteams entfachen / Überlegungen für den kirchlichen Gebäudebestand haben oberste Priorität

Lebendigkeit der Gemeinschaft deutlich machen

Archivartikel

Brühl/Ketsch.Eigene Charismen und Berufungen leben und damit die christliche Gemeinschaft frisch halten, Herausforderungen annehmen, zukunftsfähig, Kraft schenkend und übergreifend. Trittsteine für den Weg in die Zukunft legen und sich dabei nicht von Hektik und Druck vom Weg abbringen lassen. Sigrun Gaa-deMür traf mit ihren Themen beim geistlichen Impuls zur Sitzung des Brühl-Ketscher Pfarrgemeinderates offensichtlich den Nerv der Zeit.

Aufgabe der gewählten Pfarrgemeinderäte ist es, zusammen mit dem Seelsorger, beratend und beschließend an der Gestaltung des kirchlichen Lebens mitzuwirken. Das Gremium erarbeitet Ziele und Perspektiven für die Seelsorge, arbeitet an deren Umsetzung und verabschiedet unter anderem auch den Haushalt der Seelsorgeeinheit und der Pfarreien.

Knapp die erste Hälfte der jüngsten Sitzung gehörte dem Haushaltsplan 2018/19 und dessen Beschlussfassung. Alexander Rennert und Thomas Kehr von der Verrechnungsstelle Heidelberg trugen das Zahlenwerk vor mit dem Resümee, dass die Haushaltsituation in der Kirchengemeinde aktuell gut sei. Mit hoher Priorität stünden allerdings weitreichende Überlegungen im Hinblick auf die Gebäudekonzeption an, betonte das Finanzduo. Kosten und Nutzen aller Gebäude der Kirchengemeinde seien mehr denn je ein großes Thema.

Rahmen für konkrete Ziele

Die vom Ausschuss „Zukunft“ erarbeitete Fassung der Pastoralkonzeption wat fertiggestellt und bedurfte der Zustimmung des Pfarrgemeinderates. Oliver Brinkmann erläuterte die Überlegungen bei der Erarbeitung: die Konzeption sollte in kurzer Form sein, verdichtet in einfacher, gut verständlicher Sprache. Die Ergebnisse und Meinungen der Auswertung des Fragebogens, der vor eineinhalb Jahren an die Gruppierungen der Kirchengemeinde zugeschickt worden war, seien eingearbeitet und berücksichtigt worden. Die vier Grunddienste der Kirchengemeinde – Koinonia, also Gemeinschaft durch Teilhabe, Diakonia, der Dienst am Menschen, Liturgia, den Glauben feiern, und Martyria, Zeugnis und Verkündigung, bildeten mit ihrer Auslegung den Rahmen für mögliche konkrete Ziele. Diese könnten sowohl im Rat als auch in den Gruppierungen gefasst werden.

Die Ratsmitglieder baten darum, die Jugendarbeit in der Kirchengemeinde gesondert aufzunehmen.

Zu der Gestaltung möglicher Gemeindeteams – jeweils für Brühl und Ketsch – hatte das Seelsorgeteam um Pfarrer Erwin Bertsch einen Vorschlag erarbeitet. Es war geprägt durch eine klare Definition zu Mitgliedschaft und Aufgaben sowie einen Zeitplan für die Einführung solcher Teams. Gemeindeteams sollen demnach der Vernetzung und Ausgestaltung des kirchlichen Lebens am Ort dienen. Noch sind die Überlegungen nicht abgeschlossen.

Würdigung der Mitarbeit

Die Homepage der Kirchengemeinde soll auf aktuellen Stand gebracht werden, hieß es weiter. Darum kümmern will sich ab sofort Axel Desch-ner, als aktiver Ministrant sowohl in Brühl als auch in Ketsch bekannt. Einen Übergang von der bisherigen Gestaltung unter Jens Endres soll geschaffen werden.

Die Kirchengemeinde lebe vom Engagement ihrer ehrenamtlich Mitarbeitenden, das solle gewürdigt werden, betonte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marianne Faulhaber. Deshalb wurde zu Dankesfesten eingeladen. Diese würden allerdings neue Überlegungen zu Form und Ablauf benötigen, hieß es weiter. Simone Drescher hat mit einem Ratsteam eine Vorlage ausgearbeitet, wie jeweils in Brühl und Ketsch die Feste stattfinden könnten. Es bestehe auch die Möglichkeit, Familienangehörige einzubeziehen. Freude am Gemeindeleben solle spürbar und besonderes Engagement entsprechend gewürdigt werden, so Faulhaber.

Damit schloss sich für diese Sitzung der Kreis mit dem Beginn. „Lebendige Gemeinschaft leben, für sich selbst und in die Gemeinde tragend – das ist die Botschaft“, so die Vorsitzende abschließend. mf

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