Brühl

Festhalle Christoph Sieber stellt sein aktuelles Programm „Mensch bleiben!“ vor / Endzeitszenarien treffen auf schelmische Einlagen

Mal urkomisch, dann wieder bitterböse

Archivartikel

Brühl.Dieser Träger des Deutschen Kleinkunstpreises ist in seiner Freizeit gerne und ausgiebig Mensch, wie er betont. Was liegt da näher, als auch den beruflichen Teil des Alltags mit „Mensch bleiben!“ zu titulieren? Für Christoph Sieber jedenfalls ist die Frage beantwortet, denn genau so heißt sein aktuelles Kabarettprogramm, mit dem er am Freitag, 22. November, ab 20 Uhr in der Festhalle Station macht.

In „Mensch bleiben“ hat der bekannte Kabarettist erneut das aufgeboten, was ihn ausmacht: Den schonungslosen, satirischen Blick auf Politik, Kunst und Gesellschaft. Sieber gelingt mit seinen bitterbösen Texten eine gnadenlose Sicht auf den Zeitgeist und das ganze Drumherum.

Doch Sieber wäre nicht Sieber, gäbe es nicht auch immer die andere, die schelmische, urkomische und komödiantische Seite, die das Publikum lachen lässt über das Dasein. Denn das kann Sieber wie kein anderer: seinem Publikum ohne Umschweife ein politisches oder gesellschaftliches Endzeitszenario vor Augen zu führen, um im nächsten Moment mit einem breiten Grinsen im Gesicht bei einer schelmischen Einlage für Lacher zu sorgen, dem plötzlich mit der nächsten Bemerkung auch schon wieder der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Das Leben ist unzumutbar, aber mit Christoph Sieber lässt sich diese Zumutung vorzüglich ertragen.

Mit dem Schlimmsten rechnen

Er hat aber dennoch die Absicht, sein Publikum mit unbequemen Themen zu konfrontieren und gängige Meinungsmuster zu analysieren und zu widerlegen. Das ist nicht ungewöhnlich für einen Polit-Kabarettisten, seine Methoden schon. „Rechnen Sie mit dem Schlimmsten – er wird es übertreffen“, wirbt seine Agentur für das inzwischen sechste Kabarettsolo des Künstlers, der schon mehrfach in Brühl gastierte.

Sieber steht seit fast 20 Jahren auf den Brettern der bundesdeutschen Bühnen. Er ist Kabarettist, Autor, Moderator und studierter Pantomime. Außerdem ist er zusammen mit Tobias Mann – er wird im nächsten Jahr in Brühl erwartet – auch Gastgeber der Sendung „Mann, Sieber!“ im ZDF.

Und so sucht Sieber zusammen mit seinem Brühler Publikum am Freitag, 22. November, ab 20 Uhr in der Festhalle nach einer Antwort auf die Frage, wie es so weit kommen konnte, „dass wir Konsumenten sind, User, Zuschauer, Politiker, Migranten, Deutsche – aber immer seltener Mensch“.

Karten gibt es im Vorverkauf für 19 bis 25 Euro an der Rathauspforte, Telefon 06202/2 00 30, und – zuzüglich Vorverkaufsgebühr – im Kundenforum unserer Zeitung. ras

Info: Ein Video von Christoph Sieber gibt es als Vorgeschmack unter www.schwetzinger-zeitung.de

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