Brühl

Ökumene Mittwochsandacht nun offiziell ein Bestandteil der interkonfessionellen Zusammenarbeit

Momente der inneren Einkehr

Archivartikel

Brühl.Lebenswege standen im Zentrum der jüngsten Mittwochsandacht, die von der Gruppen Ehrenamtlicher in der evangelischen Kirche gehalten wurde. Seit Herbst 2015, als Pfarrerin Almut Hundhausen-Hübsch „Einzelkämpferin“ war und die Andacht am Mittwoch auf der Kippe stand, wollte eine Gruppe von Frauen diesen geistlichen Impuls mitten in der Woche nicht einfach verschwinden lassen. Sie beschlossen, die Mittwochsandacht künftig eigenverantwortlich aus der Gemeinde heraus in der besonderen Atmosphäre des evangelischen Gotteshauses zu gestalten.

Das Konzept kam an und so wurde die Mittwochsandacht der Gruppe auch beibehalten, als die zweite Pfarrerstelle in Brühl wieder besetzt wurde. Die Andachten werden jeweils von einem oder zwei der Ehrenamtlichen der Kirchengemeinde gestaltet. Einmal im Monat wird die Andacht von einem der beiden Seelsorger gehalten. Dann feiern die Andachtsbesucher auch gemeinsam das Abendmahl. „Es ist toll, dass dieses Engagement aus der Herzkammer der Gemeinden kommt und nicht von oben verordnet ist“, zeigt sich der evangelische Pfarrer Marcel Demal im Gespräch mit unserer Zeitung begeistert. Das mache die Themenauswahl besonders authentisch und vom Kirchenjahr unabhängig.

Konzept soll bestehen bleiben

Doch die Verantwortlichen legten von Anfang an Wert darauf, dass die Andachten ein Angebot für alle Menschen, unabhängig von ihrer Konfession, sind. Es kommen auch Menschen, die ansonsten wenig mit der Institution Kirche zu tun haben. Und mit dem jüngsten Treffen in der Kirche wurde ein weiteres Kapitel aufgeschlagen, denn nun ist die Mittwochsandacht auch offiziell ein Bestandteil der Ökumene. Damit hofft das bisherige Team auch auf Ehrenamtliche der katholischen Schwestergemeinde, die sich aktiv einbringen möchten. „Es hat schon erste Gespräche gegeben“, sagt Waltraud Kieber-Weiblen, eine aus dem Kreis der evangelischen Ehrenamtlichen. Es gebe auch Menschen, die sich in keiner der beiden Kirchengemeinden verwurzelt sehen, die aber im Andachtsteam helfen möchten. Bislang hält jede der Frauen zwei bis drei Andachten mit ganz eigenen Themensetzungen im Jahr, mit weiteren Aktiven könnte der Aufwand der Vorbereitung dieser Abende für den Einzelnen reduziert werden.

Das erfolgreiche Konzept möchte das bisherige Team beibehalten. „Bei kurzen wohltuenden Texten, leiser Musik, aber auch längeren Zeiten der Stille und Zeit für das Gebet können wir uns sammeln, uns Gott öffnen und neue Kräfte schöpfen“, heißt es dazu von den sieben Ehrenamtlichen. Auch am Termin mittwochabends möchten die sieben bislang aktiven Frauen nicht rütteln – „der hat sich als Brücke zwischen den Gottesdiensten an den Wochenenden gut eingespielt“ meint Kieber-Weiblen. Diejenigen, die Interesse an einer Mitarbeit haben, können ganz einfach die Verantwortlichen nach einer Mittwochsandacht ansprechen. ras

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