Brühl

Sozialverband VdK-Vorsitzende Anni Körber findet gefühlvolle, aber auch kämpferische Worte bei der Feier im „Sportpavillon“

„Mutter ist immer für uns da“

Brühl.Sie gehört zweifellos zu den besonders liebenswerten Feiern rund um den Ehrentag in der Hufeisengemeinde. Wenn der örtliche Sozialverband VdK zu seiner Muttertagsfeier einlädt, dann engagieren sich viele Menschen und es kommen zahlreiche Besucher. Und so verwundert es nicht, dass das Interesse daran so groß war, dass der „Sportpavillon“ schier aus allen Nähten zu platzen schien.

„Mit dankbarem Herzen erinnern wir uns an die Zeit, als unsere Mutter der Mittelpunkt unseres Lebens war“, stellte der schier unermüdliche Aktivposten des Sozialvereins, die Vorsitzende Anni Körber, in ihrer Begrüßung fest. Man habe mit all seinen kleinen und großen Sorgen jederzeit zur Mutter gehen können. „Auch, wenn sie uns nicht immer helfen konnte, fühlten wir uns bei ihr geborgen und wussten, dass sie uns versteht“, stellte Körber fest. „Erst viel später, als man selbst Mutter wurde, hat man die ständige Anspannung, Mühe und Anstrengung gesehen und erlebt, die mit dem Beruf Muttersein verbunden ist. Erst jetzt begannen wir zu verstehen, was unsere Mutter wirklich für uns getan hat. Was sie uns war und ist.“

Und so ist es für den Sozialverband von Anfang an wichtig, diese große Arbeit der Mütter zu würdigen, unterstrich Körber. Im VdK habe man sich bei dessen Gründung gerade den Kriegerwitwen, die allein ihre Kinder versorgen und erziehen mussten, sich anderer in Not Geratener annahmen, zugewandt. „Die Frauen, die sich für die Mitglieder einsetzten, waren von Anfang an ein sehr wichtiger Bestandteil des VdK – und auch heute wäre der Sozialverband ohne die Arbeit der Frauen nicht lebensfähig“, hob Körber hervor.

Menschen ein Lächeln schenken

Und so stünden die Frauen auch heute noch im Zentrum des Engagements, auch weil der Um- beziehungsweise Abbau des Sozialstaates vor allem die Frauen treffe. Sie seien von der Arbeitslosigkeit am stärksten betroffen und gerade im Alter komme es neben der Vereinsamung auch zur materiellen Not. „Dem können wir nur gemeinsam entgegenwirken, und das macht der VdK als größter Sozialverband mit über einer Million Mitgliedern sowohl in der Sozialpolitik als auch in den einzelnen Verbandsstufen“, erklärte Körber kämpferisch, bevor sie wieder besinnlichere Töne anschlug.

Jeder Mensch sei darauf angewiesen, dass ihm einer zuhöre und ihn verstehe, ihm ein Lächeln schenke und Vertrauen, „erst recht jene, die in Not geraten sind. So wird jedes Geben auch zum Empfangen“.

Das waren Worte, die Ulrike Kahlert vom VdK-Kreisverband in ihrem Gruß nur unterstreichen konnte. Und Bürgermeister Dr. Ralf Göck hob hervor, dass ein ganz besonderer Motor dieses Engagements für Menschen mit Problemen und Menschen, die schöne Stunden beim VdK erleben wollten, in der Gemeinde seit vielen Jahrzehnten die unermüdliche Anni Körber sei.

Das Programm der Muttertagsfeier wurde von Darbietungen vieler Menschen bereichert. So zeigten die Jungen und Mädchen des Sonnenscheinhorts einen munteren Tüchertanz und sorgten auch mit weiteren Darbietungen für viel Vergnügen.

Gedichte und Sketche

Emmi Form und Helma Gerber trugen Gedichte vor, die deutlich machten, dass es keine Frage des Alters sei, Mutter zu sein. Auch im hohen Alter könne man das Verantwortungsgefühl für die inzwischen erwachsenen Kinder kaum ablegen, sagte Gerber. Und Form formulierte in Reimform die Gedanken einer Mutter zu ihrem Ehrentag.

Für jede Menge bester Unterhaltung sorgte auch eine Theatergruppe des VdK aus Ketsch. Die muntere Truppe aus Karin Hacker, Gerda Schumacher und Elvira Werner spielte verschiedene Sketche, die für jede Menge Lacher sorgten. Die musikalische Umrahmung gestaltete Alleinunterhalter Theo Buchholz mit viel Fingerspitzengefühl. Da wurde nicht selten laut in die Lieder eingestimmt.

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