Brühl

Technischer Ausschuss Neubau und ein Umbau erhalten die Zustimmung der Ratsmitglieder / Aus Arztpraxis wird neuer Wohnraum

Planungen passen sich ins Ortsbild ein

Archivartikel

Brühl.Zwei Bauvorhaben prägten die jüngste Sitzung des Ratsausschusses für Technik und Umwelt. Sowohl der Abriss und Neubau eines Bungalows als auch der Umbau einer früheren Arztpraxis in eine Wohnung erhielten dabei uneingeschränkt den Segen der Ratsmitglieder.

In einem der Arme der Bachstraße will ein Bauherr einen alten Bungalow abreißen und durch einen neuen ersetzen. Geplant ist ein Flachdachbau als Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, Garage und Pool. Da es für dieses seit langem bebaute Areal keinen Bebauungsplan gibt, war der Antrag dahin zu bewerten, wie er sich in den Ortsteil einfügt.

Überschreitungen akzeptiert

Zwei Befreiungen von Grenzüberschreitungen waren dennoch zu prüfen. Die Wandfläche der Garage zum Nachbargrundstück ist zu groß und das Gebäude für die Pooltechnik liegt zu nah an einem anderen Nachbargrundstück. Beiden Befreiungen wurde zugestimmt, allerdings ein weiterer, ein vierter Stellplatz auf dem Baugrundstück angemahnt.

Auch, wenn es sich um eine moderne Architektur handele, passe sich dieser neue Bungalow, der einen alten ersetzen soll, in das rund 70 Jahre alte Baugebiet bei der Villa Meixner sehr gut ein, lobte Michael Till (CDU). Und mit einem Seitenhieb verwies er auf den geplanten Bau eines massiven Mehrfamilienhauses „um die Ecke“, dem die Gemeinde nicht das Einvernehmen erteilt habe, das aber dennoch den baurechtlichen Segen der Baubehörde im Landratsamt bekommen habe.

Gleichwohl stellte sich Bürgermeister Dr. Ralf Göck die Frage, ob die Optimierung des Baugeländes dort nicht eher dem Gedanken der Nachverdichtung entspreche, als der neue Bungalow, gab er im Gespräch mit unserer Zeitung zu bedenken.

Ein ganz neues Gesicht soll auch ein Gebäude in der Bismarckstraße erhalten. Dort ist beantragt worden, die bisherige Arztpraxis in Wohnraum auf zwei Ebenen zu genehmigen. Außerdem soll das bestehende Gebäude dahingehend verändert werden, dass ein Balkon mit einer Spindeltreppe aus Stahl angefügt wird und das Dach umgebaut werden kann. So soll das bestehende Pultdach einem Flachdach weichen. Dabei bleibe die Traufhöhe laut Plan bei 4,62 Metern unverändert. Die Höhe des Flachdachs wird aber mit 7,36 Metern angegeben – das Obergeschoss soll im Vergleich zum Erdgeschoss um rund 1,8 Meter nach innen eingerückt werden.

Ein Stellplatz zu wenig

Nach Ansicht der Gemeindeverwaltung füge sich das Bavorhaben auf dem 916 Quadratmeter großen Grundstück hinsichtlich Art und Abmessungen der baulichen Nutzung in die nähere Umgebung ein. Dieser Argumentation folgten auch die Ratsmitglieder. Allerdings wurde festgestellt, dass durch die Umbauten ein Haus mit zwei Wohnungen entstehe, weshalb insgesamt vier Stellplätze ausgewiesen sein müssten. Die bisherige Planung zeige aber nur drei, wurde bemängelt. ras

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