Brühl

Chorgemeinschaft Vorgaben fürs gemeinsame Singen sind laut Vereinsspitze nicht realisierbar / Von Treffen wird noch abgesehen

„Proben sind noch immer hochriskant“

Archivartikel

Brühl.Derjenige, der gerne singt, kann das der Corona-Problematik zum Trotz jederzeit begeistert machen – zurzeit aber eben vorrangig alleine zu Hause, womöglich am liebsten in der Badewanne.

Mehr Spaß mache es aber – da sind sich alle Mitglieder eines Ensembles, etwa in der Chorgemeinschaft Brühl, einig – mit anderen zusammen in einem Chor zu singen, in dem alle einen ähnlichen Musikstil lieben und bei dem es einen Chorleiter gibt, der den Spaß am Singen zu einem harmonischen Zusammenklang vereint, der am Ende sogar zu dem Erfolgserlebnis eines Auftritts vor Publikum führt.

Chorproben gelten allerdings noch immer ohne strenge Hygieneregeln als hochriskant bezüglich der Ansteckungen mit dem Coronavirus, stellt der Vorsitzende der Chorgemeinschaft, Gerd Scherer, in einem Infobrief fest. Aus diesem Grund sind Chorproben nur unter Beachtung des Hygienekonzeptes für Vereine möglich, heißt es in der Mitteilung weiter.

Beispielhafte Forderungen seien, dass der Mindestabstand von rund zwei Metern zu allen Personen – sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien – einzuhalten seien und die Räumlichkeit groß genug sein müssen, damit die Abstandsregeln auch entsprechend eingehalten werden könnten. Dieses gesamte Hygienekonzept haben alle Sänger vom Vorstand der Chorgemeinschaft nun erhalten.

Angesichts dieser Informationen wurde vom Vorstand beschlossen, erst dann wieder Chorproben zuzulassen, wenn die entsprechende Landesverordnung diese unter realistischen, dem Chorgesang gerecht werdenden Bedingungen, erlaubt. Bislang sei das nicht der Fall, so die Spitze der Chorgemeinschaft.

Die Pandemie stelle die Sänger also weiterhin vor eine harte Bewährungsprobe, wie Scherer resümierte. Seit der Verkündung der entsprechenden behördlichen Verordnung, stellten die Ensemble der Chorgemeinschaft sämtliche Singstunden und sonstige Vereinsaktivitäten ein. „Eines ist gewiss, die Corona-Fessel zeigt deutlich welch ein persönlicher Verlust der Verzicht auf die wöchentliche Singstunde für jeden einzelnen bedeutet“, so Scherer, auch wenn die Chorgemeinschaft sich bemüht, das Chorsingen auf digitalem Weg lebendig zu halten. zg/ras

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