Brühl

Radeln macht glücklich

Archivartikel

Es ist schon ein Privileg, dass ich meinen täglichen Weg zur Arbeit, meine Einkäufe und meine Fahrten in die benachbarten Großstädte komplett mit dem Fahrrad unternehmen kann. Nachdem ich jahrelang aufs Auto angewiesen war, kann ich inzwischen Tempo rausnehmen und habe meinen Wagen schon vor Jahren verkauft. Mit dem Rad bin ich oft sogar schneller an meinem Ziel, als ich es jemals – Staus und Parkplatzsuche eingerechnet – mit dem Auto sein könnte.

Ein wichtiger Grund für den Umstieg liegt aber nicht im Zeitgewinn, sondern in mir selbst. Denn Radfahren macht glücklich. Das ist zwar bei Regen oder Schnee – beides trifft mich allerdings erstaunlich selten – nur schwer nachvollziehbar, aber ich erlebe auch die Fahrt zur Arbeit viel entspannter als im Auto. Und ich sehe am Rand der Strecke vieles, was ich vorher nicht sah.

Und dieses Gefühl können mir auch die Paketdienste nicht streitig machen, die tagtäglich die Radwege zuparken und mich dann trotz ausgebauter Infrastruktur doch wieder auf die Autospur nötigen. Und auch gegen die vielen Glasscherben von zerschlagenen Flaschen sind meine Reifen inzwischen gewappnet. Da lohnt sich das Radeln wieder! Danke, Freiherr von Drais, für Ihre Idee.

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