Brühl

Gemeindezentrum Altentreff wird mittwochs von der Landeskirchlichen Gemeinschaft angeboten

Reden über Gott und die Welt

Brühl.Mit einem herzlichen „Viel Glück und viel Segen“ wird der 97. Geburtstag eines Gemeindemitgliedes gesanglich von allen Anwesenden geehrt. Nicht ganz so alt, aber immerhin seit 21 Jahren trifft sich im evangelischen Gemeindezentrum wöchentlich eine Gruppe von älteren Menschen, die miteinander den geselligen Nachmittag verbringen wollen. Organisiert wird der sogenannte evangelische Altentreff seit 1997 von Dietlinde Blank und Christa Muellerpoths.

Zunächst bei Kaffee und Kuchen treffen sich dort jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr die Senioren aus beiden Ortsteilen der Hufeisengemeinde. Abgesehen von Silvester und Neujahr sind durchweg 18 Gemeindemitglieder einmal in der Woche dabei, um gemeinsam zwei gemütliche Stunden miteinander zu verbringen. Dabei zeigt sich ein deutlicher Frauenüberschuss, denn es gibt nur einen Mann, der seine Gattin regelmäßig zu diesen Treffen begleitet. Die meisten Mitglieder sind zwischen 80 und 90 Jahre alt, aber auch einige jüngere Besucher finden sich in der munteren Runde, die grundsätzlich allen Beteiligten offensteht.

„Von Gott geliebt – lebendig – eins“

Auf der Homepage der Landeskirchlichen Gemeinschaft der evangelischen Kirchengemeinde heißt es nicht umsonst: „Von Gott geliebt – lebendig – eins“.

Und so erzählen die Besucher und Organisatoren im Gespräch mit unserer Zeitung von ganz vielfältigen Lebensläufen. Nachdem ihr Mann in Pension gegangen war und weil beide in der Kirchengemeinde aktiv sind, wollten sie sich beispielsweise für etwas engagieren, bei dem „alte Leute aktiv werden“, erzählt Leiterin Blank unserer Zeitung. So kam es dazu, dass der Altentreff vor inzwischen 21 Jahren ins Leben gerufen wurde. Auch nach dem Tod ihres Mannes beschloss Dietlinde Blank, den Altentreff weiterhin nach dem Motto „Von Gott geliebt – lebendig – eins“ zu organisieren.

„Von Gott geliebt“ heißt es laut Blank, da man der Überzeugung sei, dass jeder Mensch trotz seiner Fehler von Gott bedingungslos angenommen werde. Diese Gottesliebe ist den Menschen in der Kirchengemeinde ganz nah am Herzen und es ist ihnen wichtig, dass alle Menschen diese Liebe erfahren und an andere weitergeben können, heißt es weiter.

„Lebendig“ sei ein wichtiger Mottivteil, da jedes Mitglied der Gemeinde seinen Glauben wirklich ausleben dürfe und die Mitglieder allgemein der Überzeugung seien, dass Jesus ihnen die Chance gebe, zu entdecken, wozu jeder Einzelne in dieser Welt lebe. „Eins“ stehe im Motto, weil man trotz der Unterschiedlichkeiten in der Welt überzeugt sei, dass er Geist Gottes Einheit möglich mache. Jeder werde dabei so angenommen, wie er sei, und würde immer mit Respekt behandelt.

Nachdem der Nachmittag mit Kuchenessen und Kaffeetrinken gesellig eingestimmt ist, geht es für alle Beteiligten zunächst ans Ab- und Aufräumen. In einer gemütlichen Runde bespricht die Gruppe dann miteinander, was es Neues gibt. Dabei können alltägliche Themen oder Themen über Gott und die Welt angesprochen werden.

Beflügelnde Gedanken

Die Senioren setzen sich dann schließlich zusammen, um sich entweder eine Geschichte vorzulesen, ein Gedicht vorzutragen oder Lieder gemeinsam zu singen, um so mit einem thematisch beflügelnden Gedanken in den Alltag überzuleiten. Vor allem Volkslieder sind dabei sehr beliebt. „Uns tut’s gut“, fasst Blank die Treffen zusammen, die mit Gesellschaftsspielen ausklingen.

Einmal im Jahr geht es mit der Gruppe auch in den Luisenpark nach Mannheim und zudem findet auch jedes Jahr eine Weihnachtsfeier statt.

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