Brühl

Schola Dem Ensemble fehlt der musikalische Nachwuchs

Sänger erleben Gregorianik

Brühl.Seit 42 Jahren besteht die Schola der Schutzengelgemeinde inzwischen. In dieser Zeit hat sie mit vielen Kantoren zusammengearbeitet. Auf ihren jetzigen, Frank Meiswinkel, den früheren Opern-Chordirektor, ist sie sogar heimlich stolz. Mit freundlicher Nachsicht und verständnisvoller Strenge bringt er ihnen neue Melodien bei und übt die bekannten, so dass sie im Gottesdienst homogen klingen.

Darüber freuen sich die Sänger als Erstes. Allerdings sehen sie einen Engpass auf sich zukommen. Diejenigen Sänger, die Ostern 1977 bei der Gründung 33 Jahre alt waren, sind heute 75. „Für jeden Sänger selbst ist der Gesang auch heute noch eine gesundheitsfördernde Aktivität, die froh und glücklich macht“, erklärt Mitglied Helmut Mehrer. Die Schola sei Mitgestalter von acht Gottesdiensten im Jahr – drei Vespern an Weihnachten, Ostern und Pfingsten sowie fünf sonntäglichen Eucharistiefeiern.

„Das ist jedes Mal eine Freude – weil es in Proben bestmöglich vorbereitet wurde, gelingt es auch meist sehr gut“, so Mehrer. Der Umfang der Proben sei allerdings vergleichsweise bescheiden. Bei den heiligen Messen dauern sie zwei Stunden am vorangehenden Donnerstag, dazu kommen 45 Minuten „Einsingen“ vor dem Gottesdienst.

Am Ende gibt es viel Applaus

Für die Sänger sei es eine Freude, weil man etwas Neues lerne und glücklich sei, wenn man es könne. Das übertrage sich auch immer auf die Stimmung der Gottesdienstbesucher, die am Ende applaudierten. Das sei zwar nicht „liturgisch“, beweise den Sängern aber, dass sie ihr Ziel erreicht hätten, so Mehrer weiter.

Derjenige, der diese Atmosphäre miterleben wolle, sei eingeladen mitzusingen, so Mehrer. An Weihnachten biete sich in der Lichtvesper dazu die beste Möglichkeit. sr

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