Brühl

60plus Beim letzten Treffen des Schuljahres neue Ziele gesetzt / Suche nach weiteren Unterstützern

Schere klafft weit auseinander

Archivartikel

Brühl.Eine ganz besondere Sitzung fand bei der Aktionsgruppe von 60plus statt. Es war nicht nur die letzte des Schuljahres, sondern auch die erste mit Mund-Nase-Masken und zugleich eine Premiere in der Turnhalle der Realschule. Mit ähnlichen Superlativen und Novitäten ging es nach der Begrüßung durch Rektor Martin Jendritzki und Ansprechpartner Sebastian Köppe weiter.

Die Pandemie, der Unterrichtsausfall und, in den Familien, die unterschiedliche Ausstattung mit PC und deren Beherrschung haben eine Schere geöffnet, die es nicht geben dürfte und die von der Schule nun wieder geschlossen werden muss, war man sich einig, so Helmut Mehrer, Sprecher der Seniorengruppe. Diese Ausstattung sei der Idealfall für gleiche Lernvoraussetzungen aller Schüler. „Eines der Hauptanliegen muss es daher sein, die auseinanderklaffende Schere zu schließen“, betont Mehrer.

Diesem Ziel diente die konkrete Einweisung der Senioren. Im nächsten Schuljahr findet der Unterricht – soweit es keine Verschlechterung der Lage gibt – entsprechend der jeweiligen Fachstunden statt. Es soll keine Abstandspflicht mehr geben, wohl aber eine Maskenpflicht im Ein- und Ausgangsbereich – in den Klassen sei die Nutzung freiwillig.

Kommunikation per Computer

Die Schüler dürfen AGs nur innerhalb ihrer Klassenstufe besuchen. Für 60plus und ihre Schachgruppe werde dies bedeuten, dass sie sich auf eine Stufe konzentrieren wird. Angesichts der Bedeutung dieser AG will Jendritzki mit Flyern von Dr. Armin Bauer die Schüler informieren und zu Beginn die Schachtrainer durch einzelne Klassen begleiten.

Angesichts der Unsicherheit über eine zwei Corona-Welle plädierte Mitglied Dittmar Köhler für eine konzentrierte Einweisung in die computergestützte Kommunikation. Am besten in einem eigenen Fach – besonders für benachteiligte Schüler. Die Zustimmung war allgemein, denn besonders die Eingangsklassen bräuchten Hilfe.

Daran schloss sich Mehrer an. Die Kommunikation auch innerhalb einer Altersgruppe biete die Gewähr für verständnisvolle Kontaktaufnahme. „Sie bereichert alle und stiftet Sinn für das eigene Leben.“ Alle für dieses Anliegen offenen Mitbürger würden bei 60plus dringend gebraucht, den Lehrern bei ihrem Anliegen zu helfen und zum Schließen der Schere zwischen Arm und Reich beizutragen. Eine erste Etappe sei das computergestützte Ferienprogramm im Schwimmbad, zu der Köhler namens der Aktion einlud.

Senioren, die 60plus im neuen Schuljahr kennenlernen wollen, wurden eingeladen, sich für das Treffen am Donnerstag, 1. Oktober, 15 Uhr, in der Jahnschule anzumelden. sr/zg

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