Brühl

Brauchtum: 34. Straßenkerwe bietet viel

Schlumpel regiert über die Gemeinde

Archivartikel

Brühl.Die Begeisterung, die Kerwe zu feiern, verlor in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich an Intensität. Das uralte Fest, das für Brühl im 16. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt wird, hatte seine Anziehungskraft verloren.

Das änderte sich erst, als einige gestandene und traditionsbewusste Männer sich um ihren Kopf Werner Fuchs 1985 als Kerweborscht zusammenfanden und die Straßenkerwe ins Leben riefen – eine Kombination aus fröhlicher Brauchtumspflege, lebendigem Straßenfest und verkaufsoffenem Sonntag.

Das Rezept ging erfolgreich auf. Und so wird in Brühl von Samstag, 6. Oktober, bis Montag, 8. Oktober, rund um den Messplatz und die Friedrich-Ebert-Straße im Herzen des Ortes bereits zum 34. Mal dieses fidele Fest mit tiefer Verwurzelung begangen.

Da sorgen die Kerweborscht – zart regiert von der Schlumpel – bis heute für viel Brauchtumspflege rund um die fröhliche Festmeile. Sie erwählen „einen Mann in den besten Jahren“ zu ihrem Owwerkerweborscht und vergraben heimlich noch vor dem Festbeginn Kuchen und Wein als Sinnbild der Kerwe irgendwo auf dessen Anwesen. Dort muss dieser Schatz dann am Samstag gefunden und im Festumzug zusammen mit dem Owwerkerweborscht zur Partymeile geleitet werden.

An den 30 Ständen der Vereine und Gruppierungen, aber auch auf der zentralen Veranstaltungsbühne sowie im bunten Vergnügungspark wird danach drei Tage lang allerhand Programm geboten. Das Unterhaltungsangebot reicht von Darbietungen der Kindergärten bis zum Auftritt der Band „Beyond this Summer“, mit dem das Fest ausklingen wird.

Öffnungszeiten sind am Samstag von 14 bis 24, am Sonntag von 11 bis 22 und am Montag von 11 bis 22 Uhr. ras

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