Brühl

Kirchengemeinde Inhalte der ausgefallenen Gottesdienste werden als Newsletter verschickt

Seelsorger auf kreativen Wegen

Archivartikel

Brühl/Ketsch.Den Menschen gerade in dieser Zeiten nahe zu sein, das wollen die Verantwortlichen der katholischen Kirchengemeinde Brühl/Ketsch, wie Diakon. Heiko Wunderling stellvertretend für seine Kollegen des Seelsorgeteams betont. Viele Menschen seien verunsichert. „Sie sind in Sorge um sich und ihre Liebsten“, weiß Pfarrer Erwin Bertsch von so manchem Telefongespräch der vergangenen Tage zu berichten.

Auch wenn Gottesdienste abgesagt, Taufen verschoben und Beisetzungen nur im allerkleinsten Kreise erfolgen dürften, wolle Kirche trotzdem den Menschen Trost und Hoffnung spenden. Die Hauptamtlichen der Kirchengemeinde haben dazu einen Newsletter entwickelt – einen Rundbrief, der den Gläubigen ein bis zwei Mal pro Woche per E-Mail zugesandt wird. Die Bibeltexte der jeweiligen Sonntage, geistliche Impulse und Gebete, kirchliche Neuigkeiten und für Kinder eine Rätselseite, sollen darin enthalten sein, erklärt der Pfarrer. „Unser Newsletter steht allen gerne zur Verfügung“, betonen die Seelsorger. Das Schreiben wird per E-Mail verschickt, werde aber zudem auf der Homepage der Kirchengemeinde eingestellt.

Team bleibt erreichbar

Es sei dennoch eine merkwürdige Situation, wenn am Sonntag kein Gottesdienst stattfinde, erklärt der Pfarrer. „Wir wollen den Menschen deshalb, wenigstens eine kleine Hilfe zur Hand geben, um selbst die Texte der Heiligen Schrift zu lesen und zu überlegen, was sie uns in der konkreten Situation helfend und tröstend sagen können.“

„Es wäre ein schönes Zeichen, wenn die jüngeren Gemeindemitglieder unseren älteren Mitchristen, die mit der neuen Technik nicht so vertraut sind, den Newsletter hin und wieder ausdrucken würden“, wünscht sich Pfarrer Bertsch. „Vielleicht schicken uns die Leser auch den einen oder anderen Gedanken zu, so dass wir ihn an dieser Stelle weitergeben können“, fügt Bertsch einen weiteren Wunsch hinzu.

Ausdrücklich wird in dem Schreiben auch auf die Übertragung der Gottesdienste der Erzdiözese verwiesen. Montags bis samstags um 18.30 Uhr, sonntags um 10 Uhr findet man sie im Internet unter www.ebfr.de/livestream, sie werden direkt aus dem dann fast menschenleeren Freiburger Münster übertragen.

Der Verzicht auf Begegnungen in der Corona-Krise falle den katholischen Seelsorgern schwer. So hätten in dieser Zeit viele festgestellt, wie wichtig persönliche Kontakte seien. Insbesondere weil die Kirche es als ihre Aufgabe sieht, den Menschen nahe zu sein – auch und besonders in Krisenzeiten.

Deshalb sei das Seelsorgeteam weiterhin ansprechbar für alles was den Menschen am Herzen liege in Sachen Seelsorge, Glaubensfragen und Diakonie. Deshalb stehe das Seelsorgeteam aber nicht nur für computeraffine Menschen zur Verfügung, sondern könne auch unter der Telefonnummer 06202/7 60 18 20 erreicht werden. In dringenden seelsorgerlichen Fällen erreichen die Gläubigen Pfarrer Bertsch unter der Telefonnummer 06202/9 56 86 23. Dabei halten man alle notwendigen Verhaltensregeln ein. Das höchste Anliegen sei der Schutz der Menschen und eine Verzögerung oder Reduzierung der Ansteckungsquote mit dem Coronavirus, wird erklärt. zg/ras

Info: Den Newsletter der Kirchengemeinde können Interessierte per E-Mail an erwin.bertsch@kath-bruehl-ketsch.de bestellen.

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