Brühl

Engagement Moses Ruppert ist Sprecher im Jugendbeirat, Sportler und Schülersprecher

Seine Räder stehen nicht still

KETSCH.Moses Ruppert ist immer in Bewegung, aber auch mal – zum Gespräch – ganz ruhig. Und der 17-Jährige Sprecher des Jugendbeirats der Enderlegemeinde ist einer, der den „Generationswechsel“ im beratenden Gremium mitträgt. Sein Vater ist aus Ruanda, die Familie seiner Mutter in Ketsch verwurzelt. Geboren ist Moses aber in Frankfurt am Main und zum Teil dort aufgewachsen.

„Wir sind dann nach Ketsch gezogen, in die Nähe von Oma und Opa“, sagt er. Derzeit besucht Moses die Carl-Theodor-Schule in Schwetzingen, war vorher in der Enderlegemeinde im Kindergarten. Sportlich ist Moses auch, verbringt den größten Teil seiner Freizeit „irgendwie im Training“. Moses turnt und ringt. „In einer Schul-AG habe ich das Ringen ausprobiert und bin dabeigeblieben“, schildert er, dass er recht erfolgreich ist, mittlerweile in der Oberliga antritt. Mit dem Turnen hat er in Ketsch angefangen, bei der TSG. Er liebt es, den Körper herauszufordern, die „Welt auf den Kopf zu stellen“ in den mannigfachen Bewegungen. Zurzeit trainiert er beim TV Neckarau, für den er 2016 auch schon Badischer Meister im Mehrkampf geworden ist. Sportliches Ziel ist, beim Turnfest 2021 in Leipzig an den Start zu gehen. Viermal in der Woche trainiert der Schüler in Neckarau, einmal in Ketsch bei den Ringern – wo bliebt da noch Raum für mehr, immerhin braucht der Schulunterricht auch Tages- und Nachbereitungszeit. „Ich hänge schon auch mit Freunden, mit Familie und super gerne am Lagerfeuer ab“, sagt Moses und erzählt, dass er auch Gitarre spielt. Seine bevorzugte Stilrichtung ist der Jazz, den er schon bei kleinen Auftritten in der Schule vorgespielt hat. Seine Lieblingssongs auf dem Instrument? „Sunny“ von Marvin Gaye oder „City of Stars“ von Ryan Gosling, bekannt aus „La La Land”.

Richtig Spaß an der Arbeit im Jugendbeirat hat er, Politikverdrossenheit kennt er nicht, ist neugierig auf die Abläufe. „Deshalb startete ich im ganz Kleinen und bin Schülersprecher.“ In der Funktion hat er bereits eine Stammzell-Spendenaktion zusammen mit den Hebelianern organisiert – sage und schreibe 400 Spender sind gekommen. Dazu ist an der Carl-Theodor-Schule ein Ideenforum aktiv, bei dem der Politikinteressierte mitarbeitet. „Unter anderem war ein Wasserspender gewünscht“, so Moses. Der soll beim Umbau des Schulfoyers auch installiert werden. In Planung sei ein Sponsorenlauf im nächsten Schuljahr, sprudelt es geradezu aus ihm heraus. Klingt nach vielen Diskussionen und guten Argumenten. „Allerdings“, bestätigt Moses. So stellt er sich die Wege in der Politik auch vor, wagte deshalb den Schritt in den Jugendbeirat: „Und im kommenden Jahr zur Kommunalwahl auch in die SPD“, erzählt er und merkt an, dass er Volkswirtschaftslehre und Politik studieren möchte. Im Jugendbeirat hat ihn und seine Mitstreiter gleich die „Pavillon-Affäre“ fest im Griff. Einer von zwei Holzpavillons als Treffplatz wurde mit Graffiti beschmiert und soll nun gereinigt und neugestaltet werden, wobei der Jugendbeirat als einstiger Initiator für die hölzernen Hütten mit im Boot ist. Immer montags treffen sich zudem die Jugendbeiräte im Jugendtreff und planen weitere Events. zesa

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