Brühl

Konzert Die Auszeit-Serie mit Ludwig Frankmar fortgeführt

Solist auf dem Barockcello

Archivartikel

Brühl.Zu einem besonderen Konzertereignis lädt die Kirchenmusik Brühl/Ketsch am Samstag, 28. September, von 19.30 bis gegen 20.30 Uhr ein. „Einstimmige Musik von Meistern der Mehrstimmigkeit“ ist der Titel des Gastspiels von Cellist Ludwig Frankmar in der Reihe „Auszeit“ überschrieben, das sich in der Schutzengelkirche Komponisten aus Renaissance und Barock ins Zentrum stellt.

Frankmar gastiert in Brühl mit einem reinen Soloprogramm, also ohne Begleitung, was für einen Cellisten eine Besonderheit darstellt. Durch die virtuosen Passagen wird im Raum der Eindruck einer Mehrstimmigkeit erweckt. So entsteht ein sehr imposantes Programm eines begnadeten Cellisten.

„Die Vorgehensweise, die venezianische Komponisten im 16. Jahrhundert verwendeten, um mehrstimmige Musik auf Soloinstrumentalstimmen zu reduzieren, unterschied sich im Grunde genommen nicht von den Kompositionsweisen in der mehrstimmigen Musik“, erklärt Kirchenmusiker Jens Hoffmann und fügt hinzu, dass die Werke in verdichteter Form komponiert seien: musikalische Elemente wurden vergrößert, verkleinert, umgedreht, auf den Kopf gestellt, ineinandergeschoben oder aufgeteilt. Es ist eine typische Erscheinungsform jener Epochen. Gegen Ende des 17. Jahrhundert wurde sie überholt von einer gesanglicheren Musik. Sie sind Relikte aus der Frühzeit des Cellos, als es für eine kurze Zeit so aussah, als würde sich die solistische Cellomusik in eine ganz andere Richtung entwickeln.

Erklingen werden Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Sebastian Bach, Diego Ortiz und Giovanni Battista Degli Antonii.

Ludwig Frankmar spielt beim Konzert ein fünfsaitiges Barockcello des Parisers Louis Guersan aus dem Jahr 1756. ras/zg

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