Brühl

Aktion 60plus Gruppe überprüft, welche Grundsätze das Zusammenleben prägen

Spannende Suche nach Orientierung

Brühl.Wer weiß wirklich, wie er auf andere wirkt? Gelegentlich erfährt man es von Dritten – und manchmal ist es erfreulich, was man da zu hören bekommt. So wurde den Aktiven der Aktionsgruppe 60plus zu Schuljahresbeginn von ihrem neuen Ansprechpartner an der Schillerschule, Helge Belz, mitgeteilt, die Senioren umgebe „eine Aura von Freundlichkeit und Offenheit“. Und genau das war es auch, was die Senioren bei der Arbeit mit Lehrern und Schülern erreichen möchten. Und deshalb treffen sie sich regelmäßig mit dem Psychologen Peter Kruse, ihrem „Coach“. Beim nächsten Mal, am Donnerstag, 15. März, werden sie die im Herbst gesetzten Schwerpunkte vertiefen.

Schon in ihrem zweiten Jahr, 2009, begegneten die Brühler Mitstreiter der Gruppe jungen Einwanderern. Sie unterrichteten zunächst zwei armenische Mädchen und zwei junge Isländer in Deutsch. Als die Migration zunahm, kamen vor allem junge Muslime. Und schon stellte sich die Frage, wie man mit ihnen umgehen solle.

Mit Islam vertraut machen

Die Antwort fanden die Aktiven der Aktion im Jahr 2012. In einer ersten Lesung machte sie sich mit dem Islam vertraut. Weitere Veranstaltungen in diese Richtung folgten. Und den zehnten Geburtstag feierte 60plus mit ihrer zehnten Lesung eines Textes über „Grenzen und gegenseitige Achtung“.

Und dennoch blieb, so erinnert sich der Sprecher der Gruppe, Helmut Mehrer, die Frage offen, woran man sich bei der Arbeit orientieren solle. Zwar halte sich 60plus gegenüber den Religionen grundsätzlich zurück, aber die Gruppe scheue sich nicht, das eigene Verhalten an ihren Grundsätzen zu überprüfen. Immerhin hätten sie sich in 4000 Jahren Geschichte bestätigt, so Mehrer. Als Beispiele führt er die stärkende Gewissheit der Bibel an, dass Gott für die Menschen da sei, und das Gebot an Abraham: „Sei ein Segen.“

Was diese Gedanken für ihr Leben bedeuten, werden die Brühler Mitstreiter von 60plus am Donnerstag, 15. März, mit Kruse in der Schillerschule erörtern. Beginn des Treffens ist um 15 Uhr. Interessenten, die ihre Arbeit kennenlernen möchten, sind willkommen. Bereits angemeldet haben sich Interessierte aus Ketsch und Rheinau. sr

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