Brühl

Corona-Pandemie Gemeinde öffnet sukzessive die 19 Spielplätze wieder / Zulässige Personenzahl von Größe des Areals abhängig / Bolzanlagen bleiben geschlossen

Spielvergnügen, jedoch mit Auflagen

Archivartikel

Brühl.Kein Kinderlachen erfüllte über Wochen den Raum rund um die Spielplätze der Gemeinde. Das soll sich an diesem Mittwoch, 6. Mai, ändern. Laut Landesregierung dürfen Spielplätze wieder geöffnet werden – auch hier natürlich unter Auflagen.

Wie genau diese aussehen, konnte Bürgermeister Dr. Ralf Göck auf Anfrage dieser Zeitung am Nachmittag gegen 16 Uhr noch nicht sagen – auch er wartete mit dem Rathausteam sehnsüchtig auf die Vorgaben vom Land. „Wir stehen hier in den Startlöchern und sind bereit, alle Spielplätze in Brühl sukzessive für die Kinder und Familien wieder zu öffnen“, so der Ortschef voller Tatendrang und wohl wissend, dass gerade die kleinen Helden seiner Gemeinde wieder ein Stück Normalität verdient haben.

Insgesamt 19 Spielplätze mit einer Größenordnung zwischen 100 und 15 000 Quadratmetern beheimatet Brühl, wobei hier auch zum Beispiel der Steffi-Graf-Park mit hinzugezählt wird, der jedoch nur auf einem Bruchteil seines weitläufigen Areals einen Bereich mit Spielgeräten für die Kleinen integriert hat.

Die Gemeinde muss anhand der Vorgaben von Land genau aufschlüsseln und berechnen, wie viele Personen auf die Gelände dürfen – diese Zahl gibt die Landesregierung in Stuttgart vor. Auf Anfrage dieser Zeitung bei der Pressestelle des Staatsministeriums am Dienstagnachmittag sollen demnach ein Kind pro zehn Quadratmeter Gesamtfläche zugelassen werden. Diese zehn Quadratmeter Außengelände je Kind entsprechen demnach der Empfehlung des Landesjugendamtes für die Kindertagesbetreuung. Erwachsene Begleitpersonen werden nicht in die maximale Belegungszahl eingerechnet, da sie sich oft am Rande des Spielgeländes aufhalten beziehungsweise beim Spielen mit dem Kind aus dem eigenen Haushalt keinen Abstand einhalten müssen, heißt es seitens des Staatsministeriums. Städten und Gemeinden wird empfohlen, die Fläche und zulässige Höchstzahl von Kindern, die auf dem jeweiligen Spielplatz erlaubt sind, mit einem entsprechendem Aushang auszuweisen. Grundsätzlich dürfen die Spielplätze auch nur in Begleitung eines Erwachsenen betreten werden, so das Ministerium, und es muss ein Mindestabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden.

Wohngebiete haben Priorität

Bürgermeister Dr. Ralf Göck will sich bei der Öffnung der Spielplätze und den damit zusammenhängenden bürokratischen Abläufen wie der Berechnung der Höchstzahl an Besuchern sowie der erforderlichen Beschilderung vor allem erst einmal auf die Wohngebiete konzentrieren, nannte in diesem Zusammenhang Ballungszentren wie Bussard-, Geier-, Speyrer-, Fasanerie- und Leipnitzstraße sowie Lilienweg. Er ist jedoch zuversichtlich, im Laufe des Mittwochs und Donnerstags die entsprechenden Plätze zugänglich machen zu können. Gleichzeitig appelliert er an die Bürger, sich entsprechend der Hygienevorschriften zu verhalten und kündigte auch Kontrollen an. Da Bolzplätze weiter geschlossen bleiben, würden für kombinierte Anlagen wie in der Friedensstraße entsprechende Individuallösungen gefunden.

Laut Land ist das Tragen von Masken auf Spielplätzen keine Pflicht für Personen, die älter als sechs Jahre sind, da die stärkere Luftbewegung im Freien einen deutlichen Verdünnungseffekt auf die ausgeatmeten potenziell infektiösen Tröpfchen bewirkt. Auch weitergehende Maßnahmen wie das Verbot der gemeinsamen Nutzung von Sandspielzeug seien laut Ministerium nicht sinnvoll, da ein solcher Übertragungsweg nach derzeitigem Kenntnisstand keine wesentliche Relevanz besitzt.

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