Brühl

Rohrhofer Sommerfest Geselligkeit lässt sich vom Wetter nur zeitweise ausbremsen / Bühnenprogramm lockt die Menschen an / Gockelbrunnen als lebendiges Zentrum

Stimmungsmotor läuft erst stotternd an

Brühl.„Ob Sunneschein, ob Regeguss . . . ständisch is de Deifel los – o, Rohrhofer Schtrooß“, sangen die Kerweborscht ein ums andere Mal in der Rohrhofer Partymeile. Doch damit traf die muntere Brauchtumstruppe nur in Teilen beim Sommerfest ins Schwarze, denn nicht nur postalisch lagen sie mit dem Lied auf die Melodie des Chansons „Aux Champs-Elysées“ knapp daneben.

Einmal mehr machte der Regen vielen der 40 Standbetreiber, fliegenden Händler und Jahrmarktbeschickern beim Sommerfest einen Strich durch die Rechnung – der Nachmittag gestaltete sich eher zähflüssig.

Dabei sah es eigentlich noch vielversprechend aus, als die Salutschützen der Sportgemeinde zum Festauftakt nach der Begrüßung durch Bürgermeister Dr. Ralf Göck ihre Salve in den bleigrauen Himmel donnerten und die Jungen und Mädchen des Sonnenscheinhorts mit ihrem hawaiischen Tanz exotisches Flair zauberten. Da war der Platz rund um den Gockelbrunnen eigentlich noch gut gefüllt.

Besucher rücken zusammen

Doch die Festmeile zeigte sich zu diesem Zeitpunkt nicht überall derart gut angenommen. „Das wird heute nichts“, meinte etwa Nils Reinmuth, der den Stabhalterplatz in eine Partyzone verwandeln wollte. Bei ihm tröpfelten die Besucher eher spärlich in die Showarena, bei der Videos und Partyrhythmen sonst die Massen anziehen.

Bei den Vereinsständen hingegen war es derweil gut voll – unter Zeltdächern und Schirmen. „Wir rücken dann einfach ein Stück enger zusammen – das sorgt auch für Stimmung“, erklärte Martina Lederer vom Turnverein. Und je näher man dem Epizentrum des Festes, dem Alten Messplatz mit dem Gockelbrunnen, kam, umso mehr konnte der feuchte Gruß von oben die Menschen nicht vom fröhlichen Feiern abhalten.

„Das Schöne ist: Man trifft immer Leute, mit denen man gute Gespräche führen kann – und deshalb ist man hier“, brachte Klaus Krebaum vom Förderkreis Dourtenga seine Begeisterung für das Rohrhofer Sommerfest zum Ausdruck.

Rhythmen heizen ein

Und tatsächlich, kaum hatte am Samstag der Regen aufgehört, da kamen die Besucher zum Fest und die Veranstaltung wurde ihrem Ruf als geselliger Treffpunkt aller Generationen wieder gerecht. Spätestens als Sänger Steven Sylvester mit der Band „Token Ring“ die Bühne am Abend betrat, da wurden Hits wie „Easy“, „Superstitious“ oder „Thinking out loud“ zu Publikumsmagneten. Vielleicht wurde sogar die Liedzeile „Maybe we found love right where we are“ (vielleicht haben wir die Liebe genau dort gefunden, wo wir sind) auf dem Sommerfest zum Thema. Als DJ Patte vom „Bamboleo Club“ an die Turntables trat, konnte er jedenfalls ein stimmungsmäßig gut beackertes Feld übernehmen.

Und auch bei Reinmuth waren da die Sorgenfalten auf der Stirn etwas geglättet, denn auch auf den übrigen Bereichen der Festmeile füllten sich die Reihen, wenngleich nicht ganz so üppig wie in lauen Sommernächten.

Info: Weitere Bilder gibt’s unter www.schwetzinger-zeitung.de

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