Brühl

Wassersportverein Paddler stellen sich den wilden Bächen und Flüssen im Allgäu / Iller, Ertach und Lech bieten Herausforderungen

Strömung und Schwälle garantieren Achterbahnfahrten

Brühl.Vom Wassersportverein machten sich 20 Wildwasserpaddler auf den Weg zu den wilderen Gewässern der Alpen. Am ersten Tag stand das Einfahren auf der Iller von Oberstdorf nach Sonthofen auf dem Programm. Die Regenfälle der vorangegangenen Tage sorgten für eine gute Strömung und änderten den Charakter des Flusslaufes. Das Befahren wurde anspruchsvoller und nachdem die Stufen mit ihren Schwällen bei Oberstdorf von allen gemeistert wurden, kam es in einer Kurve mit schwierigen Strömungsverhältnissen zu ersten Kenterungen. Dank der „Retten und Bergen“-Ausbildung arbeiteten die Paddler Hand in Hand und bald waren Paddler und Boote wieder sicher und unversehrt am Ufer und konnten die Fahrt ohne weitere Schwierigkeiten fortsetzen.

Dann stand die Tour auf der Wertach an. Der Bach fließt auf einer Strecke von 13 Kilometern durch unberührte Täler und Wälder. Keine Straßen, kein Lärm, nur Natur und Paddler, die jeden Moment auf dem glitzernden Wasser genossen. Die Fortgeschrittenen übten mit den Anfängern, die sich hoch motiviert im Kehrwasserfahren und im Überwinden von Schwällen versuchten. An einer idyllisch gelegenen Hängebrücke, die zum Testen einlud, wurde pausiert, die Fahrt nach einer Dusche unter einem kleinen Wasserfall fortgesetzt.

Eine völlig andere Situation mit viel Wasser und starker Strömung – im Paddlerjargon „Wasserwucht“ genannt – erwartete die erfahrenen Paddler am nächsten Tag in Häßelgehr in Österreich. Schon das Wasser unterschied sich stark von den vorangegangenen Tagen. Frisch von den Bergen war es milchig und eiskalt.

Die Strömung des Lech riss an den Booten und die ersten Schwälle mit hohen Wellen kamen auf die Paddler zu. Nach und nach gewöhnten sich alle an die Verhältnisse, genossen das Wellenreiten und steuerten auf die Schlüsselstelle dieser Strecke zu. Eine Stufe, die drei sehr hohe, dicht aufeinander folgende Wellen erzeugt. Dort führt auch kein Weg an der Seite vorbei und ein Paddler nach dem andern stürzte sich in diese Achterbahn. Entsprechend große waren Freude und Glücksgefühl, als alle ohne Kentern diese Stelle durchfahren hatten. rs

Info: Bilder von WSV-Touren unter www.schwetzinger-Zeitung.de

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