Brühl

Mobile Dialogbüros Initiative zum Stromnetz informiert auf dem Wochenmarkt / Fragen zu Freileitungen und Erdkabeln beantwortet / Beteiligung ist gefragt

Stromwende durch erneuerbare Energien auch hier in der Region

Archivartikel

Brühl.Durch die Abschaltung der Atomkraftwerke und den beschlossenen Kohleausstieg ist das Thema Stromwende und die Nutzung von erneuerbaren Energien in Deutschland von hoher Relevanz. Um Bürger über die geplanten nächsten Schritte zu den entstehenden neuen Herausforderungen an das Stromnetz zu informieren, gibt es unter anderem die vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Initiative Bürgerdialog Stromnetz. Diese ist bundesweit aktiv und betreibt zehn Bürgerbüros, um den in den nächsten fünf bis zehn Jahren geplanten Ausbau transparent zu machen.

Da es in Baden-Württemberg kein Büro gibt, haben die Bürger die Gelegenheit, sich beim mobilen Bürgerbüro zu informieren. Dies machte in dieser Woche auf dem Wochenmarkt in Brühl-Rohrhof Station. Hier konnten sich die Bürger im Gespräch und mit Infobroschüren über das Thema informieren. „Wir besuchen in der Region immer wieder die Wochenmärkte, um Fragen rund um den aktuellen Stand des geplanten Stromnetzausbaues und Hintergrundfragen zu beantworten“, erklärte Heinrich Laun, Regionalmanager der Initiative, der zusammen mit Dr. Karin Schrott vom Regionalbüro Regensburg für die Brühler Bürger vor Ort war. Doch um was geht es konkret? Durch die Stromwende werden im Norden von Deutschland die Windenergie und im Süden die Solarenergie relevante Stromquellen.

Die Experten vor Ort

Um diesen Strom zu verteilen seien teilweise große Strecken von 700 km zu überwinden. „Bei den Planungen wird darauf geachtet, dass vorhandene Stromnetze weitergenutzt oder ergänzt werden. Hierbei ist besonders wichtig, dass sich die Bürger beteiligen, da viele die Experten in ihrer Region sind und wissen, wo beispielsweise Stromnetze liegen, die vor Jahrzehnten noch genutzt wurden und nun eventuell wieder genutzt werden könnten“, erklärte Laun.

Rund um das Thema Stromversorgung spielen natürlich auch Fragen zum Thema Ausgestaltung eine Rolle. Werden Freileitungen eingesetzt oder Erdkabel? Wie verhält es sich mit dem geplanten Netzausbau unter Umwelt- und Naturschutzaspekten? Welche Techniken gibt es und wirken sich beispielsweise elektromagnetische Felder auf die Gesundheit aus? All dies sind Fragen, die zum einen vor Ort bei den mobilen Dialogbüros gestellt werden können, aber auch online unter buergerdialog-stromnetz.de beantwortet werden. Zahlreiche Bürger, unter ihnen auch Marianne Seitz aus Brühl-Rohrhof nutzte gerne die Gelegeheit beim Einkauf auf dem Wochenmarkt, um in den Dialog zu gehen. „Wir möchten umfangreich informieren und stehen natürlich auch telefonisch und per mail zur Verfügung.

Wenn aus der Bevölkerung Fragen zu speziellen Themen aufkommen, bieten wir auch gerne Infoveranstaltungen vor Ort an. Es wäre zu wünschen, dass die Bürger ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten nutzen. Entscheidungen zur Umsetzung treffen je nach Projekt dann das jeweilige Regierungspräsidium oder die Bundesnetzagentur“, erläuterte Heinrich Laun. csc

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