Brühl

Sonnenscheinhort Gruppe der SRH-Hochschule lernt Betreuungseinrichtung kennen / Viel Lob gibt es für die Kinderbetreuung

Studenten sind vom Angebot überrascht

Archivartikel

Brühl.Der Sonnenscheinhort steht in einer engen Kooperation mit der SRH-Hochschule in Heidelberg, die bereits im vergangenen Jahr eine Studie zum Thema Raum und Atmosphärengestaltung in der Brühler Betreuungseinrichtung an der Schillerschule durchgeführt hat.

Die Hochschule hat 1969 als „Einrichtung zur beruflichen Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen im tertiären Bildungsbereich“ ihren Betrieb aufgenommen. 1991 wurde die Fachhochschule für Privatkunden geöffnet. Seitdem ist der Anteil an Studenten mit Behinderung auf rund fünf Prozent zurückgegangen.

2004 wurde die Hochschule durch den Wissenschaftsrat akkreditiert. Im Oktober 2012 erreichte sie erstmals die Marke von 3000 Studierenden.

Interessante Einblicke

Im Rahmen der Kooperation kamen 24 interessierte Studenten der Kindheitspädagogik mit ihrer Dozentin Professor Dr. Barbara Wolf in die Einrichtung, um sich ein Bild von der Hortarbeit zu machen. Das Team des Sonnenscheinhorts stellte seine Arbeit in einer anregenden Power-Point-Präsentation vor.

Dabei wurden die pädagogische Arbeit, die Aktionen und Events, die Ausbildung zum Erzieher und die Kosten für Eltern erläutert. Durch diesen Vortrag wurde – wie sich im anschließenden Gespräch zeigte – das Bild eines Hortes für die Studenten komplett auf den Kopf gestellt. „Einen so vielfältigen, pädagogisch wertvollen Hort und ein so professionelles Team hätten wir nicht erwartet“, lautete eine Bewertung der Studierenden. Anschließend hatten sie die Möglichkeit den Sonnenscheinhort selbstständig zu erkunden, den Alltag mitzuerleben und Fragen zu stellen. Der Hort ist eine sozialpädagogische Einrichtung für Kinder im Grundschulalter. Neben dem regulären Schulbetrieb sind die Betreuer täglich von 7.30 bis 17 Uhr für die Kinder da. Für die Eltern stehen dabei verschiedene Betreuungszeiten zur Auswahl. Im Schuljahr 1990/91 wurde von der Gemeinde die Kernzeitbetreuung an der Schillerschule in Brühl eingerichtet. Die anfänglich zwölf Anmeldungen steigerten sich im Laufe der Jahre kontinuierlich, inzwischen werden gut 150 Jungen und Mädchen in den verschiedenen Gruppen betreut.

RIT-Übungen ziehen in den Bann

Sehr begeistert waren die Studenten bei ihrem Besuch von den täglich stattfindenden RIT-Übungen. Das ist ein einfaches Bewegungsprogramm von maximal 15 Minuten täglich (wir berichteten). Es unterstützt bei Schul- und Lernproblemen, wie Lese- oder Rechtschreibeschwäche, Unruhe und Unkonzentriertheit sowie fehlende Impulskontrolle. Aber auch bei Motorische Problematiken, wie schlechte Körperkoordination, Ungeschicklichkeit, Gleichgewichtsstörungen und unkoordinierte Fein- und Grobmotorik. Außerdem gab es viel Lob für den Ablauf der Hausaufgabenhilfe.

In der anschließenden Feedbackrunde wurden die Eindrücke mitgeteilt, letzte Fragen beantwortet und sich für die Kooperation und den Einblick in die Einrichtung bedankt. Anne Fonje und Dr. Prof. Barbara Wolf sind sich einig, dass auch weiterhin eine Kooperation zwischen den beiden Einrichtungen bestehen wird und mit weiteren Aktionen ausgebaut werden soll. zg/ras

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