Brühl

Stück für Stück zum Bild

Servus Kinder! Beim Besuch des Projektes der Jugendkunstschule hat mich ein Kind gefragt, wer eigentlich auf die Idee des Puzzles gekommen ist. Also habe ich mal nachgeforscht. Es ist wahrlich ein außergewöhnliches Spiel und heute kennt es beinahe jedes Kind. Hinter dieser trivialen Freizeitbeschäftigung verbirgt sich eine spannende, inzwischen rund 250 Jahre alte Geschichte. Die Frage, wer es erfunden hat, ist mindestens genauso knifflig. Selbst Experten sind sich nicht einig, wer Schöpfer des Puzzlespiels war. Mosaike, bei denen einzelne bunte Steine zu einem Bild zusammengefügt werden, gibt es schon seit Jahrtausenden. Doch im engeren Sinne gelten die den Wissenschaftlern nicht als Puzzle. Es heißt in den meisten Texten, dass John Spilsbury der Erfinder des Geduldsspieles ist. Es ist nachweisbar, dass er das Puzzle als Erster vermarktet hat. Ihm ist es damit wohl zu verdanken, dass wir heute ganze Abende damit verbringen, zerschnitte Teile zusammenzusetzen. Der Brite begann 1763, Karten auf Holzplättchen zu kleben und als Puzzles, also Rätsel, zu verkaufen. Damals war es sehr wichtig, die Welt zu kennen. Später kamen andere Motive in Mode. Vor 200 Jahren waren in Deutschland Klassiker der Kunst angesagt – es wurden also die Bilder der großen Maler als Drucke zerschnitten, damit die Spielenden sie wieder Stück für Stück zusammensetzen konnten.

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