Brühl

Ökumene Pfarrertrio feiert mit den Gemeinden die Ausgießung des Heiligen Geistes

Symbol für Leichtigkeit und Schönheit

Archivartikel

Brühl.Eine Postkarte mit dem Bild von einer leuchtenden Feder, die von Dunkelheit umgeben ist – das war das Symbol des ökumenischen Gottesdienstes, der zu Pfingsten im evangelischen Gemeindezentrum stattfand. „Was entdeckt ihr auf der Karte?“, fragte Pfarrerin Almut Hundhausen-Hübsch in die große Runde hinein.

Zuvor hatte jeder eine dieser Karte bekommen, um sie genauer betrachten zu können. „Ein Feuer“, antwortete jemand. „Eine Feder“, rief ein anderer. „Das Bild hat seinen ganz besonderen Reiz und zieht einen so in den Bann. Die Feder erinnert mich an einen Vogel. Sein Gefieder hilft ihm beim Fliegen und hält ihn warm“, sagte Helga Rey von der katholischen Kirchengemeinde. „Ich sehe den strahlenden Mittelpunkt mit viel Schmerz. Das erinnert mich an die Friedenstaube“, fügte Heike Beher von der evangelischen Kirchengemeinde hinzu. „Die Feder ist auch ein Symbol für Leichtigkeit und Schönheit, aber auch für Verletzlichkeit“, meinte Rey. Manchmal fühle man sich leicht wie eine Feder. Sie lade zum Träumen und zum Schweben ein.

„Federn bringen Leichtigkeit mit sich. Wenn sie schweben, macht das jeden Windhauch sichtbar. Wind ist ein Symbol des Heiligen Geistes“, erklärte Hundhausen-Hübsch. Die tröstliche Wärme, die das Bild vermittele, erinnere an die tröstliche Art des Heiligen Geistes, der neuen Mut und Leichtigkeit gebe. „Etwas muss das Licht Gottes in unserer Welt reflektieren – wir mit unserer Leichtigkeit“, erklärte sie. Und genau deswegen feiert man Pfingsten.

„Es ist eine gute Tradition an Pfingstmontag zusammenzukommen, um die Ausgießung des Heiligen Geistes zu feiern“, meinte der evangelische Pfarrer Christian Noeske aus Ketsch. Deshalb hielten auch gleich drei Pfarrer gemeinsam den Gottesdienst: Christian Noeske, Almut Hundhausen-Hübsch und der katholische Seelsorger Erwin Bertsch.

Zusammen mit den Anwesenden sangen sie verschiedene Lieder, wie „Pfingsten – Heiliger Gott“, „Gott gab uns Atem“ oder „Strahlen brechen viele“, und sprachen verschiedene Gebete. Begleitet wurden sie dabei von Jens Hoffmann an der Orgel, der auch den Kanon „Vom Aufgang der Sonne“ anleitete. Anschließend konnte sich jeder einzeln segnen lassen und laut Hundhausen-Hübsch „den Geist Gottes und Jesu feiern, der uns in Momenten erfüllt, die uns glücklich machen“. caz

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