Brühl

SPD Vorstand bezieht Stellung / Bei Freiwilligentag mit dabei

„Tiefengeothermie aktuell kein Thema für Gemeinde“

Brühl.In einer gut besuchten Vorstandssitzung beschlossen die führenden Brühl-Rohrhofer Sozialdemokraten, sich an den in Brühl laufenden Regionalaktionen wie dem Stadtradeln und dem Freiwilligentag zu beteiligen. Für Selcuk Gök und Pascal Wasow ist es Ehrensache, hier am Kollerstrand aktiv zu sein, zumal Inselcamping-Pächter Günther Schmitt-Köhler auch die Aktion zur Rettung der Kollerfähre stets unterstützt hat, heißt es in einer Pressemitteilung der Brühler SPD. Die Petition hierfür ist weiterhin online unter „openpetition.de/!kollerfaehre“ zu erreichen (wir berichteten). Weiterführende Aktionen zum Erhalt der Kollerfähre befinden sich in der Planungsphase.

Des Weiteren freuen sich die Sozialdemokraten auf ihre erste Mitgliederversammlung nach der Corona-Pause. An dieser Jahreshauptversammlung am Mittwoch, 9. September, werden auch Landtagsabgeordneter Daniel Born, sein designierter Zweitkandidat Simon Abraham und Bundestagskandidatin Neza Yildirim nach Brühl kommen, um sich für die bisherige Unterstützung zu bedanken und ihre Pläne für das Wahljahr 2021 vorzustellen.

Jugend für Lokalpolitik begeistern

Der frühere Jugendgemeinderat und heutige SPD-Schriftführer Gerrit Jürgensen will zusammen mit Gemeinderat Pascal Wasow und Sozialarbeit-Studentin Lena Krug Ideen zusammenstellen, wie man die Brühler Jugend wieder mehr an die Lokalpolitik heranführen kann. Hierfür soll die Zusammenarbeit mit dem Jugendgemeinderat intensiviert und auch gemeinsame Aktionen umgesetzt werden.

Die Aktion „Brühl blüht auf“ sei bisher ein schöner Erfolg gewesen, denn die 500 Samentütchen waren schnell verteilt und ortsansässige Geschäftsleute stifteten sehr viele Sachpreise oder gaben diese günstiger ab, heißt es weiter. „Nun dürfen wir uns schon bald auf die ersten Bilder mit roten Sonnenblumen freuen“, kommentierte Vorsitzender Gök, „die sicher fast alle einen Preis bekommen“.

Auch die Aktion „Mund-Nase-Schutz für Brühl und Rohrhof“ wird weitergeführt, berichtete Wasow, der die ersten dieser selbst gedruckten Masken demnächst an die örtliche Nachbarschaftshilfe übergeben will, um sich gleichzeitig für die ehrenamtliche Arbeit innerhalb der Gemeinde zu bedanken.

Aktion „Kino statt Kerwe“ geplant

Überhaupt nicht in die Zeit passe hingegen das Thema Geothermie: Befeuert durch die CDU Ketsch hat die Thematik wieder an Fahrt aufgenommen. Diese hatte in einer Stellungnahme behauptet, die Gemeinde würde aktiv nach Investoren suchen, was durch Bürgermeister Dr. Ralf Göck jedoch deutlich verneint wurde. Hier solle wieder Angst geschürt werden, um daraus politisches Kapital zu schlagen, anstatt sich ernsthaft Gedanken über eine alternative Energieversorgung nach dem Ausstieg aus der Atom- und Kohlekraft zu machen. Hier könnte die Tiefengeothermie ohne Fracking eine Rolle spielen, wie das im Raum München schon praktiziert werde. „Aktuell ist Tiefengeothermie jedoch kein Thema für uns in der Hufeisengemeinde“, beendete Gemeinderat Wasow die Diskussion um die alternative Energiegewinnung.

Jetzt, in der Corona-Zeit, sei es bedeutsamer, trotz Veranstaltungsabsagen den Menschen etwas anzubieten, heißt es weiter. Unter dem Motto „Kino statt Kerwe“ will die Brühl-Rohrhofer SPD an Kerwe ein Filme-Wochenende in der dann sanierten Brühler Festhalle mit verschiedenen Streifen für alle Altersgruppen initiieren. zg

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